Blähungen beim Baby: Ein Überblick

Dass Babys häufig unter Blähungen leiden, ist kein Geheimnis. Ebenso wie einem Erwachsenen machen ihnen die dadurch ausgelösten Schmerzen oft sehr zu schaffen – was sie gerne in lautstarkem Schreien äußern. Eltern fragen sich, warum Blähungen gerade bei Säuglingen besonders häufig auftreten und was Sie dagegen tun können. Wir verraten mehr.

Baby liegt mit Blähungen im Bett

Den Blähungen auf der Spur: Woher kommt die Luft in Babys Bauch?

Ein typischer Auslöser für die Entstehung von Blähungen bei Säuglingen ist das Verschlucken von Luft. In den meisten Fällen geschieht dies beim Stillen oder Füttern mit dem Fläschchen. Aber auch langanhaltendes Schreien kann die Ursache sein. Die verschluckte Luft bildet in Magen und Darm einen zähen Schaum, der dann auf die Darmwand drückt und diese dehnt – es kommt zu starken Schmerzen.

Ein weiteres Problem, das zu Blähungen beim Baby führen kann, ist der zunächst noch unreife Darm. Die für die Verdauung wichtigen Bakterien, die sogenannte Darmflora, wird in den ersten Wochen nach der Geburt des Säuglings aufgebaut. Sie schützt den Organismus vor dem Eindringen von Erregern und leistet einen wichtigen Beitrag bei der Verarbeitung der Nahrung.

Wie wirken blähende Lebensmittel?

Dass blähende Substanzen tatsächlich in die Muttermilch übergehen und so zu Blähungen bei ausschließlich gestillten Babys führen, ist wissenschaftlich noch nicht erwiesen. Hier hilft den Eltern nur: ausprobieren. Sobald zur Muttermilch oder Säuglingsnahrung Beikost gefüttert wird, können jedoch einige Lebensmittel Blähungen beim Kind auslösen. Hierzu gehören unter anderem Kohlgemüse, Zwiebelgewächse und Hülsenfrüchte.

Das können Sie bei Blähungen für Ihren Säugling tun

Für Eltern gibt es viele Möglichkeiten, ihr Kind bei Blähungen zu unterstützen. Bekannt sind hier vor allem folgende altbewährte Hausmittel:

  • Tee: Ein Tee aus Anis, Fenchel und Kümmel kann zur Linderung der Blähungen führen.
  • Wärme: Dinkelkern- aber auch Kirschkernkissen und Wärmflaschen wirken entspannend auf den verkrampften Magen-Darm-Trakt.
  • Massagen: Eine Bauchmassage gegen Blähungen kann bei Babys Wunder wirken. Kinderärzte und Hebammen leiten Sie gerne an.

Bei der Gabe von Medikamenten wird in der Regel auf Tropfen zurückgegriffen, die die Oberflächenspannung des Schaums im Darm herabsetzen und die Luftbläschen so zerfallen lassen. Der Druck auf die Darmwand schwindet und damit die Schmerzen.

Auch eine homöopathische Behandlung der Blähungen ist bei Babys möglich. Um die richtigen alternativmedizinischen Präparate für Ihr Kind zu finden, ist ein ausgebildeter Heilpraktiker der beste Ansprechpartner. Generell sollten Sie nicht zögern, sich bei Fragen oder Unsicherheiten bezüglich der Blähungen Ihres Säuglings Rat bei Ärzten und Hebammen einzuholen. Denn Bauchschmerzen und anhaltendes Schreien müssen nicht immer zwangsläufig ein Anzeichen für Blähungen sein.

– Anzeige –

lefax pump liqiud

– Anzeige –

 lefax pump liquid

Blähungen vorbeugen: Ihr Baby wird es Ihnen danken

Da eine besonders häufige Ursache von Blähungen beim Baby das Schlucken von Luft ist, gibt es hier gute Möglichkeiten, vorbeugend tätig zu werden:

  • Wechseln Sie die Position beim Füttern oder Stillen. Oftmals kann eine beispielsweise sehr gerade Körperhaltung des Säuglings deutliche Besserung bringen.
  • Je hungriger ein Kind ist, desto gieriger trinkt es – was zum Luftschlucken führen kann. Lassen Sie also keine allzu großen Pausen zwischen den Mahlzeiten.
  • Sorgen Sie für eine ruhige Umgebung. Lärm und viel Bewegung lenken vom Trinken ab und begünstigen, beispielsweise beim Erschrecken, das Schlucken von Luft.

Zusätzlich kann es helfen, Ihr Baby regelmäßig nach dem Stillen oder Füttern zu einem Bäuerchen zu animieren. Die meisten Eltern bevorzugen es hierbei, das Kind über ihre Schulter zu legen. Unterstützt durch ein leichtes Klopfen auf den Rücken, kann die geschluckte Luft über den Mund des Babys abgegeben werden und sorgt im Darm so nicht für Blähungen.

Achtung bei Fläschchen: Beim Füttern mit dem Fläschchen ist es wichtig, durch vorheriges Schütteln nicht zu viel Luft in die Säuglingsnahrung und damit in den Magen des Kindes zu befördern. Um Pulver und Wasser ausreichend zu vermischen, kann statt des Schüttelns auch gerührt werden. Eine andere Möglichkeit ist es, das Fläschchen nach dem Mischen stehen zu lassen, bis sich die Luftblasen zurückgebildet haben.

Zur Vorbeugung von Blähungen ist es möglich, Babymassagen durchzuführen. Leichter Druck, Wärme und Bewegung entspannen den Bauch, regen die Verdauung an und befördern überflüssige Luft in Richtung Darmausgang. So können Blähungen beim Baby gar nicht erst entstehen.

Das interessierte andere Leser:

Baby-Massage leicht gemacht >>

Die Gründe für Blähungen beim Kind >>

Praktisch für unterwegs: Lefax® Kautabletten bei BlähungenAnzeige >>