Wenn Kinder Magenschmerzen haben, helfen nicht nur Medikamente

Magenschmerzen sind alles andere als angenehm. Sie werden oftmals als stechendes, drückendes oder ziehendes Gefühl im Bauch beschrieben. Viele Eltern fragen sich dann, was bei Kindern hilft, wenn Sie Magenschmerzen haben. Sie sollten wissen, dass ein passendes Medikament nur eine der möglichen Lösungen ist.

Kind mit Magenschmerzen

Magenschmerzen bei Kindern: Was hilft wirklich?

Wenn Sie bemerken, dass Ihr Kind häufig an Magenschmerzen leidet, ist es empfehlenswert, mit ihm zum Kinderarzt zu gehen. Denn für Magenschmerzen gibt es viele Auslöser. Dazu zählen zum Beispiel

Nur ein Mediziner verfügt über die Mittel, um feststellen zu können, was die Probleme im Magen Ihres Kindes verursacht. Es ist wichtig den Ursprung zu klären, denn Magenschmerzen sind immer eine Begleiterscheinung und keine eigenständige Erkrankung.

Die ärztliche Behandlung erfolgt dann je nach Auslöser. So wird beispielsweise bei einer Lebensmittelunverträglichkeit darauf geachtet, dass der kleine Patient auf bestimmte Nahrungsmittel verzichtet. Hat hingegen eine Magenschleimhautentzündung Schuld an den Beschwerden, ist der Einsatz von entzündungshemmenden Medikamenten denkbar.

Leiden Kinder an Magenschmerzen, kann ein Medikament Anwendung finden

Haben Sie einen Sohn oder eine Tochter, werden Sie sich vermutlich früher oder später die Frage stellen, was bei Kindern hilft, wenn sie an Magenschmerzen leiden. Denn auch schon unsere Kleinsten können diese Beschwerde und deren Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall bekommen.

Arzneimittel sind eine mögliche Option, um die Magenschmerzen entgegenzuwirken. Halten Sie jedoch immer, wenn Sie Kindern medizinische Präparate verabreichen wollen, Rücksprache mit einem Arzt. Denn nicht jedes Medikament gegen Magenschmerzen ist für Kinder geeignet. Zudem gibt es Produkte, die sich erst ab drei Jahren eignen.

Wenn ein kleiner Patient Magenschmerzen hat, finden unter anderem Schmerzmittel Anwendung. Mediziner raten dazu, diese möglichst sparsam einzusetzen. Der Grund liegt unter anderem darin, dass die kindliche Leber etwas länger benötigt, um Arzneimittel zu verstoffwechseln. In der Regel kommen Präparate zum Einsatz, die Wirkstoffe wie etwa Ibuprofen oder Paracetamol aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika enthalten. Sie haben für gewöhnlich schmerzstillende und entzündungshemmende Eigenschaften.

Wichtig ist, dass der Arzt festlegt, wie hoch das Medikament gegen Magenschmerzen bei Ihrem Kind dosiert wird. Auch sollte nur ein Fachmann darüber entscheiden, ob der Wirkstoff als

  • Zäpfchen,
  • Tablette,
  • Tropfen,
  • Saft oder
  • Pille dem Kind gegeben wird.

Beispielsweise sind Tabletten nicht für Kinder empfehlenswert, die noch nicht richtig schlucken können.

Magenschmerzen bei Kindern: Was für ein Medikament hilft noch?

Auch Medikamente auf pflanzlicher Basis werden bei Kindern mit Magenschmerzen eingesetzt. Es gibt viele Heilpflanzen, wie beispielsweise Melisse, Schöllkraut, Kamille oder Pfefferminze, die mitunter zur Linderung beitragen. Bei manchen Patienten konnten die genannten Heilpflanzen unter anderem die Magenmuskulatur entspannen, Blähungen lindern oder Entzündungen beruhigen. Ihr Arzt oder Apotheker gibt Ihnen gerne Auskunft darüber, welches Präparat genau in Frage kommt und ob es für Ihren Schützling geeignet ist.

Was hilft außer Medikamenten, wenn Kinder Magenschmerzen haben?

Manchmal hat die Zuwendung einer Mutter beziehungsweise eines Vaters einen noch stärkeren Effekt auf ein Kind, als Medikamente gegen Magenschmerzen. Wenn Sie Ihrem Kind zum Beispiel eine spannende Geschichte erzählen oder vorlesen, ist es möglich, dass es seine Beschwerden für ein paar Minuten vergessen kann. Wissenschaftlich bewiesen ist es nicht, doch auch Gesten wie Trost und Streicheleinheiten am Bauch, die ein Mitgefühl ausdrücken, sind mitunter hilfreich gegen Schmerzen.

Sollte Ihr Kind, beispielsweise aufgrund eines begleitenden Erbrechens, viel Flüssigkeit und Nährstoffe verloren haben, ist es empfehlenswert, den Verlust wieder auszugleichen, indem es viel trinkt. Geeignete Getränke sind Tee und Wasser. Sobald der kindliche Körper es wieder zulässt, können Sie Ihrem kleinen Patienten etwas Magenschonendes zum Essen anbieten. So gelangt neue Energie in den Körper. Geeignet sind zum Beispiel:

  • Salzstangen
  • Zwieback
  • Toastbrot
  • Brezeln
  • Bananen
  • geriebene Äpfel
  • gekochte Karotten
  • leicht gesalzener Reis

Sollte Ihr Kind Flaschennahrung bekommen, sind in den ersten vier bis sechs Stunden nach dem Erbrechen Tees mit Elektrolyten empfehlenswert.1 Diese sind in der Apotheke erhältlich und sollten nicht ohne einen ärztlichen Rat verabreicht werden. Elektrolyte regeln unter anderem den Wasserhaushalt und die Flüssigkeitsverteilung im menschlichen Körper. Fertigmilch wird meist wieder vertragen, wenn der Tee im Magen behalten wurde.

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1Keicher, Ursula: Kinderkrankheiten. Alles, was wichtig ist. München: GRÄFE UND UNZER VERLAG 2016. S. 29.