Woche eins bis zwölf: Das 1. Trimester

Im 1. Trimester, der frühen Phase der Schwangerschaft, entwickelt sich der Embryo rasend schnell. Aus einer befruchteten Eizelle entsteht ein Lebewesen, das wächst und wächst. Die Mutter bemerkt davon erstmal noch wenig. Der Beginn der schwangeren Phase kann aber auch von Symptomen wie Übelkeit begleitet sein, die viele Frauen als anstrengend empfinden. Erfahren Sie mehr über die aufregende Zeit des 1. Schwangerschaftsdrittels.

Positiver Schwangerschaftstest und Eisprungkalender: Beginn des 1 Trimesters (Frühschwangerschaft)

Schwanger oder nicht schwanger?

Viele Frauen bemerken ihre Schwangerschaft erst nach ein paar Wochen. Die Periode bleibt aus, morgendliche Übelkeit stellt sich ein. Ein Schwangerschaftstest für Zuhause kann ab der vierten Schwangerschaftswoche gemacht werden. Zu dieser Zeit ist bereits eine ausreichend hohe Konzentration des Schwangerschaftshormons HCG (Humanes Choriongonadotoprin) im Körper vorhanden. Ein Schwangerschaftstest aus der Apotheke oder Drogerie misst die Konzentration dieses Hormons im Urin und stellt anschließend eine mögliche Schwangerschaft fest. Ein solcher Schwangerschaftstest kann vor allem in einer frühen Phase ungenau sein. Schließlich bringt der Gang zum Frauenarzt, der meist einen Bluttest vornimmt, die Gewissheit: schwanger oder nicht schwanger.

Die Entwicklung des Embryos

Nach der Befruchtung der Eizelle beginnt die Zellteilung und wiederholt sich einige Male bis ein kleiner Zellhaufen entsteht. Kurz vor dem Einnisten in die Gebärmutter teilen sich die Zellen erneut und bilden so Embryo und Plazenta (Mutterkuchen). Nun beginnt die Entwicklung des Embryos. Aus dem kleinen Zellhaufen wächst das Neuralrohr, welches später Gehirn und Rückenmark bildet. Um das Neuralrohr herum entwickeln sich während des 1. Trimesters außerdem

  • Skelett,
  • Muskulatur,
  • Bindegewebe,
  • Blut- und Lymphgefäße und die
  • meisten inneren Organe.

Bereits in der fünften Woche beginnt das Herz des Embryos zu schlagen. Auch das Urogenitalsystem wird bereits ausgebildet. In der 13. Woche sind also schon alle wichtigen Organe angelegt und haben ihre Arbeit aufgenommen. Das Herz schlägt, die Nieren arbeiten und erste Nervenimpulse strömen durch das Gehirn. Der Fötus wiegt zum Ende des ersten Trimesters nur etwa 20 Gramm und ist circa sechs bis sieben Zentimeter groß. Trotz des „Fliegengewichts“ kann er aber bereits am Daumen nuckeln und sich bewegen.

So verändert sich der Körper der Mutter in der Frühschwangerschaft

Während die Entwicklung des Embryos mit vorangeht, spürt die schwangere Frau zu Beginn davon noch nichts. Sobald das Schwangerschaftshormon HCG jedoch in großen Mengen ausgeschüttet wird, beginnen die typischen Begleiterscheinungen einer Frühschwangerschaft:

  • verstärktes Geruchsempfinden
  • Müdigkeit
  • morgendliche Übelkeit
  • Erbrechen
  • Brustspannen
  • Heißhunger
  • Verstopfungen

Im Laufe der Frühschwangerschaft drehen sich bei vielen werdenden Müttern und Vätern die Gedanken um die Zukunft und die Vorfreude auf den neuen Lebensabschnitt wächst. Aber die Zeit ist für manche auch schwierig. Viele Partnerschaften werden durch die Stimmungsschwankungen, unter denen einige Schwangere leiden, belastet. Denn nicht nur der weibliche Körper verändert sich, sondern Sorgen und Ängste können die Stimmung drücken. Denken Sie daran: Die chaotischen ersten Wochen gehen vorüber und machen bald wieder Platz für Vorfreude und Elternglück.

Die Beschwerden im ersten Trimester lassen sich leider nicht vermeiden. Damit Sie aber möglichst entspannt durch diese Zeit kommen, können Sie sich mit einigen Hausmitteln behelfen.

Beschwerden während des 1.Trimesters Hausmittel
Übelkeit und Erbrechen
  • Kräutertees trinken
  • stark riechende Speisen vermeiden
Müdigkeit und Erschöpfung
  • zusätzliche Aufnahme von Eisen (zum Beispiel in Spinat enthalten)
  • ausreichend schlafen
  • Bewegung an der frischen Luft
Stimmungsschwankungen
  • Entspannung durch wohltuende Aktivitäten wie Baden, Spazieren gehen oder einen Filmeabend
Heißhunger
  • viele kleine Mahlzeiten zu sich nehmen
  • Tipp: immer eine gesunde Kleinigkeit in die Tasche packen (zum Beispiel einen Apfel)
Verstopfung
  • ballaststoffreiche Ernährung
  • viel trinken

Das braucht Ihr Baby im 1. Schwangerschaftsdrittel

Im ersten Trimester laufen die Entwicklungsschritte des Embryos in der Gebärmutter von alleine ab. Dennoch kann die werdende Mutter die gesunde Entwicklung des Babys unterstützen: ausreichend Schlaf und Erholung sind wichtige Faktoren für eine entspannte Schwangerschaft. Eine weitere Unterstützung für das gesunde Wachstum ist eine ausgewogene Ernährung, die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Schwangerschaftsphase ausgerichtet ist.

Ruhe bewahren – das gilt auch für das Umfeld Auf genügend Entspannung und Pausen für die werdende Mutter sollte auch der Partner bereits während der Frühschwangerschaft achten. Ebenso sollte das Umfeld die Frau nicht mit übermäßigen Ansprüchen, Erwartungen und unnötigen Vorbereitungen belasten.

Mikronährstoffe im ersten Trimester

Neben den alltäglichen Tipps und Tricks während der Schwangerschaft kann auch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln für Schwangere eine wirksame Unterstützung sein, um mögliche Mangelerscheinungen zu verhindern. Der wohl wichtigste Nährstoff für den Embryo im 1. Trimester ist Folsäure: Sie unterstützt die Zellteilung und senkt die Gefahr eines Defekts am Neuralrohr. Ein weiterer wichtiger Mikronährstoff ist Calciumfür ein starkes Knochenwachstum des ungeborenen Kindes.

Da die Schilddrüse während der Schwangerschaft eine große Menge an Schwangerschaftshormonen produziert, sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Jod geachtet werden. Zudem können Eisen, Vitamin B6, Vitamin B12 und Vitamin C der Müdigkeit und Erschöpfung während der Schwangerschaft entgegenwirken.

Meist ist es schwer, diesen Mehrbedarf an Nährstoffen alleine über die Ernährung aufzunehmen. Darum empfiehlt sich die zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, die speziell auf die Bedürfnisse von Schwangeren im 1. Trimester angepasst sind. Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt darüber, welche er Ihnen empfehlen kann.

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