Die Entwicklung Ihres Babys – kuck mal, was ich schon kann!

29. November 2018

Mama und Papa haben das Wunder des Lebens gerade mal begriffen und ihr neugeborenes Baby in die Arme geschlossen. Und schon geht es los – mit rasanter Geschwindigkeit erobert Ihr Nachwuchs die Welt und zuallererst Ihre Herzen. Am Anfang ist alles was zählt, die Liebe und Geborgenheit, die ein Säugling bei seinen Eltern findet. In den ersten Lebensmonaten folgen wichtige Entwicklungsschritte. Ihr Baby lernt grundlegende Bewegungsabläufe, wächst und nimmt zu, entdeckt seine fünf Sinne und findet Zugang zur Sprache. Es zeigt außerdem seine eigene Persönlichkeit und seinen Charakter.

Das erste Lächeln, der erste Schritt: Die Baby-Entwicklung ist eine wunderbare Reise.

Guter Start für die Baby-Entwicklung: Wachsen, zunehmen und schmusen

Der Traum eines jeden Couchpotatos – ins Bettchen oder an Mama und Papa gekuschelt, liegt der Hauptfokus von Baby zu Anfang auf viel Schlaf, Speck ansetzen und Kraft für erste Abenteuer sammeln. In Sachen Speck ist Muttermilch die optimale Grundlage für eine gute Entwicklung des Säuglings. Es kann aber medizinische oder persönliche Gründe geben, die dafürsprechen, Säuglingsnahrung aus der Flasche zu geben. Entscheidend ist, dass es Mutter und Kind gut geht und kein unnötiger Druck oder schlechtes Gewissen aufkommen.

Mamas Milchküche – täglich geöffnet

Muttermilch ist optimal auf die Bedürfnisse des Säuglings abgestimmt. Sie enthält alle Nährstoffe, die Ihr Kind für eine gesunde Entwicklung braucht. Ohne Aufwand steht Mamas Milch jederzeit wohltemperiert bereit und auch die Milchmenge kann ganz nach Bedarf gesteigert oder verringert werden. Wenn Sie Ihr Baby nicht stillen, gibt es eine große Auswahl an Milchnahrungsprodukten. Auch hier darf nur Gutes rein – das Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sorgt mit Vorgaben und Richtlinien dafür, dass Babynahrung in Deutschland streng kontrolliert wird. Wann es Zeit für den ersten Brei ist, hängt von den individuellen Bedürfnissen des Kindes ab. Beikoststart ist im Regelfall etwa im sechsten Lebensmonat. Lesen Sie hier mehr über die gesunde Ernährung von Babys.

Zu Anfang begleitet zumeist eine Hebamme Eltern und Säugling, und auch der Kinderarzt ist von Beginn an für alle Fragen zu Entwicklung, Wachstum und Ernährung ein wichtiger Ansprechpartner. Bei den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen trägt er die Größe und das Gewicht des Kindes in das Gelbe Heft ein. Der Kinderarzt überprüft die altersgemäße Entwicklung Ihres Babys und hält Fortschritte in der motorischen, sozialen und sprachlichen Entwicklung fest.

Mit allen Sinnen die Welt entdecken und begreifen

Babys Sinne entwickeln sich von Tag zu Tag weiter. Die Geschmacksknospen des Säuglings haben sich schon im Mutterleib voll entwickelt. Geschmacklich bevorzugt es anfangs eindeutig milchig-süß. Ihr Baby hat außerdem ein äußerst feines Näschen und erschnuppert Mama sofort.

Schon das Leben in Mamas Bauch war ereignisreich, aber „da draußen“ gibt es noch einiges mehr zu entdecken. Berühren und Tasten spielen eine große Rolle: Der Greifreflex ermöglicht es dem Baby, Ihren Finger fest zu umschließen und Sie mit aller Kraft festzuhalten.

Ihr Baby baut seine motorischen Fähigkeiten Schritt für Schritt aus und wird zunehmend beweglicher. Im ersten Lebensjahr lernen Babys:

  • den Kopf zu halten
  • sich zu drehen
  • zu greifen
  • zu sitzen
  • zu stehen
  • zu laufen

Jedes Baby entwickelt sich in seinem individuellen Tempo. Der Hörsinn ist bereits nach vier Wochen gut entwickelt, das Sehen und Fokussieren von Gegenständen muss erst noch ein wenig geübt werden. Nach rund acht Monaten ist der Sehsinn des Säuglings ausgereift.

Erste Zähnchen

Mit dem Zahnen, das durchschnittlich ab dem sechsten Lebensmonat beginnt, geht gerne mal schlechte Laune einher. Eltern sind dann intensiv als Assistenten gefragt, um mit Hausmittelchen Linderung zu verschaffen, gekühlte Beißringe in Dauerschleife zu reichen und Trost zu spenden.

Motorische, sprachliche und persönliche Entwicklung des Säuglings sanft fördern

Die Baby-Entwicklung bleibt spannend. Wie bei den Großen ist der eine Mensch eher extrovertiert und neugierig, der andere eher vorsichtiger und zurückhaltend. Ihr Kind zeigt seine Persönlichkeit und sein Temperament. Große Unterschiede finden sich auch bei den Schlafgewohnheiten: Während der eine Säugling beim kleinsten Geräusch aufschreckt, schläft der andere im größten Trubel zufrieden weiter.
Ihr Baby kommuniziert mit Ihnen über Mimik, Körpersprache, Geräusche und gerne auch durch lautes Schreien. So stellt es sicher, dass es mit seinen Bedürfnissen wahrgenommen wird und Nahrung, Körperwärme und Liebe erhält. Mama und Papa deuten die Körpersprache ihres Kindes meist intuitiv richtig. Belohnt werden sie mit Babys erstem Lächeln – damit entzücken Babys ihre Eltern zumeist schon etwa sechs Wochen nach der Geburt.

Babys erste Worte sind gegen Ende des ersten Lebensjahres zu erwarten – zumeist „Mama“ oder „Papa“. Zuvor trainiert es in den sogenannten Lallphasen eifrig seine Stimme. Bis zum 18. Monat lernt das Kind etwa zwei bis zehn weitere Wörter. Auch wenn Unterhaltungen mit Ihrem Baby naturgemäß nur eingeschränkt möglich sind – texten Sie Ihr Kind ganz ohne schlechtes Gewissen zu! Singen Sie Liedchen vor, machen Sie Fingerspielchen und erzählen Sie ihm Geschichten. Ihr Baby liebt es, Ihnen zuzuhören und lernt dabei alles, was es für eine gesunde Sprachentwicklung braucht.

Knuddeln erlaubt! Warum Sie Ihr Baby nicht zu sehr verwöhnen können

Die gute Nachricht – einen Säugling muss man weder erziehen noch kann man ihn verziehen. Verwöhnen Sie also guten Gewissens Ihr Baby und überschütten Sie es mit Aufmerksamkeit und Liebe. Reagieren Sie, wenn es schreit. Sie können damit nichts falsch machen – im Gegenteil. Nach entwicklungspsychologischen Erkenntnissen werden Babys, die Sicherheit, Trost und viel Liebe erfahren haben, im späteren Leben widerstandsfähiger. Laut einer Studie der Columbia Universität und des BC Children’s Hospital Research Instituts entwickeln sich Babys, die weniger gekuschelt werden, langsamer.1 Die Forscher haben herausgefunden, dass sich ein „Knuddel-Defizit“ sogar an der Zellstruktur der betroffenen Kleinkinder ablesen lässt – sie hängen in ihrem Entwicklungsprozess hinterher.
Gegen Ende des ersten Lebensjahres ist Ihr Nachwuchs so beweglich, entdeckungsfreudig und mopsfidel, dass langsam erste Grenzen gesetzt werden müssen oder auch schon mal etwas Geduld eingefordert werden darf. Sanfte Erziehung ist dann die Grundlage für ein vertrauensvolles und gelungenes Miteinander.

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