Mein kleines, schniefendes Bündel: Erkältung beim Baby

Eine Erkältung oder gar Grippe bei einem Baby ist in höchstem Maße mitleiderregend. Husten und Babyschnupfen machen aus einer Erkältung für jedes Kind eine quälende Angelegenheit. Obendrein wird der Nachwuchs zumeist aufgrund der lästigen Symptome übellaunig und quengelig. Dann ist die Geduld der Eltern und viel Liebe gefragt. Wie sich das Baby angesteckt hat und mit welchen Hausmitteln und Medikamenten Sie die typischen Beschwerden einer Baby-Erkältung lindern können, lesen Sie hier.

Junge liegt mit Erkältung oder Grippe krank im Bett

Bei Erkältung oder Grippe beim Baby stecken meist Viren dahinter

Ursache für eine Erkältung oder Grippe beim Baby sind in beiden Fällen zumeist Viren – wenn auch von unterschiedlicher Art. Bei der echten Grippe hat sich das Kind mit einem Influenza-Virus angesteckt. Im Vergleich zu den Grippeviren ist der Fundus an vergleichsweise harmlosen Erkältungsviren deutlich größer: Wissenschaftler gehen von über 200 unterschiedlichen Virentypen aus, die Auslöser einer Erkältung beim Baby sein können.1 Ob ein Baby an einer Erkältung oder an einer echten Grippe leidet, macht jedoch einen großen Unterschied:

  • Der Krankheitsverlauf bei einer echten Grippe ist in der Regel schwerer und ein Ausbruch als sehr ernstzunehmende Erkrankung einzustufen.
  • Eine Erkältung beim Kind, auch grippaler Infekt genannt, verläuft in der Regel deutlich milder ab. Typische Begleiterscheinungen wie Husten oder ein ausgewachsener Babyschnupfen sind nichtsdestotrotz äußerst lästig.

Die Ansteckung mit Viren kann überall erfolgen. Möglicherweise hat das Kleine den Babyschnupfen schon aus der Geburtsklinik mitgebracht. Die Krankheitserreger befallen auch beim Baby in der Regel zunächst die Schleimhäute der Atemwege, im Verlauf kann sich daraus eine Erkältung entwickeln.

Wie lange dauert eine Erkältung bei Babys? Abhängig von den Abwehrkräften Ihres Babys kann eine Erkältung zwischen vier und sieben Tagen andauern.2

Welche Symptome zeigt mein Kind bei einer Erkältung oder Grippe?

Eine echte Grippe löst bei einem Baby deutlich heftigere Symptome als eine Erkältung aus. Dazu zählen hohes Fieber, starke Gliederschmerzen und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl. Der gefürchtete Babyschnupfen bleibt indes bei der Influenza häufiger aus. Der Weg mit einem an Grippe erkrankten Baby führt unbedingt zum Kinderarzt, der über die weitere Behandlung entscheidet.

Auch bei ausgeprägten Erkältungssymptomen kann bei Babys ein Arztbesuch ratsam sein. Insbesondere wenn das Kind hohes Fieber hat. Gehen Sie mit Babys unter drei Monaten ab einer Körpertemperatur von 38 Grad Celsius immer zum Arzt. Bei älteren Kindern ab Fieber über 39 Grad Celsius.3 Die Symptome einer Erkältung beim Baby unterschieden sich ansonsten nicht von denen eines Erwachsenen:

  • Schnupfen und Niesreiz
  • Husten, Halsschmerzen und Heiserkeit
  • glasige Augen
  • Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Gliederschmerzen

– Anzeige –

Phtohustil Pastillen bei Reizhusten

– Anzeige –

 Phtohustil Pastillen bei Reizhusten

Die unterschiedlichen Beschwerden, mit denen ein Baby bei einer Erkältung zu kämpfen hat, deuten letztlich daraufhin, dass der Körper gegen die Viren ankämpft. Gerade bei sehr kleinen Babys unter drei Monaten ist das Immunsystem noch nicht ausgereift, für den kleinen Körper des Kindes bedeutet daher eine Erkältung immer eine größere Anstrengung.

Insbesondere wenn ein Baby oder Kleinkind fiebert, sind Eltern sehr besorgt. Das Fieber ist jedoch eine gesunde Abwehrreaktion des Körpers und zeigt, dass das Immunsystem den Kampf gegen die Krankheitserreger aufgenommen hat. Fiebersenkende Medikamente oder Maßnahmen müssen deshalb nicht zwangsläufig zum Einsatz kommen – in vielen Fällen helfen zur Symptomlinderung auch altbewährte Hausmittel.

Mit etwas Glück bleibt das Baby verschont: Die in der Schwangerschaft übertragenen Abwehrstoffe der Mutter schützen Säuglinge in den ersten sechs bis neun Monaten und mildern so die Gefahr von Infekten etwas ab.4 Trotz „mütterlichem Schutzschild“ kann es dennoch passieren, dass sich auch schon ein Baby eine Erkältung oder einen Grippe-Virus einfängt.

Welche Behandlung tut meinem Baby bei einer Erkältung oder Grippe gut?

Je nach Art und Ausprägung der Symptome, ist abzuwägen, ob bei einer Baby-Erkältung der Rat eines Arztes eingeholt werden sollte. Bei einem Verdacht auf eine Grippe-Erkrankung oder starken Krankheitsanzeichen ist dies immer notwendig. Auch Medikamente sollten bei Babys grundsätzlich nur in Absprache mit dem Arzt eingesetzt werden.

In erster Linie geht es bei der Behandlung um die Linderung der Symptome: Bei lästigem, trockenem Husten kann der Kinderarzt beispielsweise Hustenreizstiller in Sirupform verschreiben, bei Babyschnupfen helfen geeignete abschwellende Nasentropfen. Hohem Fieber wird üblicherweise mit fiebersenkenden Zäpfchen mit den Wirkstoffen Ibuprofen oder Paracetamol entgegengetreten. Bei der Dosierung ist dabei immer auf penible Genauigkeit zu achten. Der bei Erwachsenen beliebte Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) kommt im Übrigen bei Erkältung oder Grippe bei Babys nicht infrage: Er kann schlimmstenfalls in Leber und Gehirn schwere Schäden verursachen.

  • Bei Babyschnupfen können ein paar Tropfen Muttermilch in jedes Nasenloch Linderung verschaffen. Neben der antibakteriellen Wirkung der Muttermilch werden die Schleimhäute feucht gehalten.
  • Alternativ oder zusätzlich zu fiebersenkenden Medikamenten haben sich bei Babys ab dem sechsten Lebensmonat kühlende Waden- oder Quarkwickel bewährt. Sollte das Kind nicht unter der erhöhten Temperatur leiden, können Sie auch ganz von fiebersenkenden Maßnahmen absehen.
  • Achten Sie gut darauf, dass das Kind bei einer Erkältung ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Auch wenn Sie voll stillen, können Sie dem Baby als Ergänzung ungesüßten Kamillen- oder Fencheltee anbieten.
Hab mich lieb! Bei einer Erkältung oder Grippe ist für Babys schnelle Genesung unbedingt Liebe notwendig. Die Kleinen können nicht einordnen, warum sie sich so elend fühlen und quälen sich mit verstopfter Nase, Babyschnupfen und lästigem Husten herum. Auch das heilsame Schlafen will aufgrund der Symptome oftmals nicht so recht gelingen, stattdessen wird geweint und gequengelt. Da hilft ausdauerndes Kuscheln und der liebevolle Trost von Mama und Papa.

Sie möchten mehr wissen?

So sieht die Behandlung einer Erkältung bei Babys aus >>

Der Virus war’s: Ursache für eine Erkältung oder Grippe >>

Reizhusten mit Phytohustil® Hustenreizstiller Sirup lindernAnzeige >>

1Menche, Nicole / Renz-Polster, Herbert / Schäffler, Arne: Gesundheit für Kinder. Kinderkrankheiten verhüten, erkennen, behandeln. Kempten: Kösel 2013., S. 229.
2Menche, Nicole / Renz-Polster, Herbert / Schäffler, Arne: Gesundheit für Kinder. Kinderkrankheiten verhüten, erkennen, behandeln. Kempten: Kösel 2013. S. 261.
3PTA-Forum online: Erkältungen bei Kindern: Harte Zeiten für besorgte Eltern. URL: https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=11269 (24.01.18).
4Menche, Nicole / Renz-Polster, Herbert / Schäffler, Arne: Gesundheit für Kinder. Kinderkrankheiten verhüten, erkennen, behandeln. Kempten: Kösel 2013. S. 11.