Die fruchtbaren Tage mit einem Eisprungkalender richtig berechnen

Sie wünschen sich Nachwuchs und wollen die Chancen verbessern? Ein Eisprungkalender kann dabei helfen, die fruchtbaren Tage des Zyklus zu berechnen. Es gibt verschiedene Methoden und Hilfsmittel, um den Eisprung vorherzusagen. Die Messgenauigkeit spielt bei allen Varianten eine entscheidende Rolle für die Aussagekraft der Ergebnisse. Lernen Sie hier, wie Sie Ihre fruchtbaren Tage am besten berechnen.

So funktioniert der Eisprungkalender

Eisprungkalender und Test zur Berechnung der fruchtbaren Tage,

Im Internet findet sich eine Vielzahl an Eisprungkalendern und Rechnern für die fruchtbaren Tage. Diese erfassen den Beginn der letzten Monatsblutung und die durchschnittliche Zykluslänge der Frau.

Ein Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Periode und endet am letzten Tag vor der nächsten Blutung. Im Durchschnitt dauert ein Zyklus 28 bis 30 Tage – doch auch 24 bis 35 Tage sind normal. Die genaue Länge ist von Frau zu Frau verschieden. Auch von Monat zu Monat können Schwankungen auftreten. Die Berechnungen sind daher eher eine Orientierungshilfe und keine genaue Angabe.

Es ist hilfreich, mehrere Zyklen miteinander zu vergleichen und die durchschnittliche Länge zu ermitteln, um den Eisprung und die fruchtbaren Tage zu berechnen. Mit diesen Daten macht ein Eisprungkalender die Ovulation (Eisprung)fest. Diese findet etwa 14 Tage vor Beginn der nächsten Periode statt. Die fruchtbare Phase beginnt drei bis vier Tage vor dem Eisprung – so lange sind Spermien im weiblichen Unterleib überlebensfähig – und endet einen Tag nach der Ovulation, denn die Eizelle ist etwa 24 Stunden lang befruchtbar.

Das Zeitfenster, um schwanger zu werden, beträgt demnach insgesamt etwa fünf Tage pro Zyklus.

Eisprungkalender mit Einnistung: Was passiert wann?

Bei einem durchschnittlichen Zyklus von 28 Tagen findet der Eisprung etwa in der Mitte, also am 14. Tag statt. Wird die Eizelle dann im Eileiter befruchtet, wandert sie weiter in Richtung Gebärmutter. Dort kommt sie etwa vier bis sieben Tage später an – um den 19. Zyklustag herum. Ab der Einnistung produziert der Körper das Hormon HCG (humanes Choriongonadotropin), um die Schwangerschaft aufrecht zu erhalten. Eine Woche nach der Einnistung setzt die Regelblutung aus und der HCG-Wert ist auf einem hohen Niveau. Nun zeigt der Schwangerschaftstest „positiv“ an.

Berechnung der fruchtbaren Tage mit Hilfsmitteln

Für genauere Angaben zum Eisprung und den fruchtbaren Tagen sind bestimmte Werte notwendig. Es gibt daher verschiedene Methoden, um die fruchtbaren Tage mit Hilfsmitteln und Körperwerten zu berechnen. Dazu gehören

  • Temperaturmessung
  • Ovulationstests
  • Eisprungcomputer

Die Voraussetzung für genaue Informationen zu den fruchtbaren Tagen ist der präzise Umgang mit den Geräten und Daten. Wer die Hinweise der Hersteller beachtet, kann den Eisprung meist relativ genau ermitteln.

Bestimmung des Eisprungs durch die Temperaturmethode

Über die Basaltemperatur – die morgendliche Körpertemperatur, lässt sich nach mehrmonatiger und genauer Messung der Eisprung berechnen. Denn in der ersten Zyklushälfte ist diese Temperatur etwas niedriger. Zwei Tage nach dem Eisprung steigt sie um 0,2 bis 0,6 Grad Celsius an, denn die Konzentration des Hormons Progesteron erhöht sich. Bis zum Einsetzen der Menstruation bleibt sie auf diesem Level.

Die Temperatur wird morgens – möglichst immer zur gleichen Uhrzeit – unter der Zunge oder in der Scheide gemessen und in eine Tabelle eingetragen. Um die fruchtbaren Tage berechnen zu können, müssen zwei Nachkommastellen bei der Temperaturerfassung angezeigt werden. Nach zwei bis drei Monaten verdeutlicht sich, wann die Temperatur voraussichtlich ansteigen wird – der Eisprung findet ein bis zwei Tage zuvor statt. Auf diese Weise wird ein möglichst zuverlässiger Eisprungkalender erstellt.

Ovulationstest bestimmt die fruchtbare Phase

Ein Ovulationstest dient ebenfalls der Berechnung der fruchtbaren Tage. Die Teststreifen werten den Wert des luteinisierenden Hormons (LH) im Urin aus. Dabei handelt es sich um den Botenstoff, der den Menstruationszyklus steuert und den Eisprung auslöst. Steigt der Wert an, steht der Eisprung kurz bevor und die fruchtbare Phase beginnt. Nach dem Eisprung fällt die Hormonkonzentration deutlich ab.

Je nach Länge des durchschnittlichen Zyklus ist das Durchführen eines Ovulationstests erst ab einem bestimmten Zeitpunkt sinnvoll. Geht man von einem 28-Tage-Zyklus aus, sind die Teststreifen ab dem elften Zyklustag angebracht, da der Eisprung vermutlich um den 14. Tag stattfindet. Der Urin wird in einem Becher aufgefangen und der Steifen hineingelegt. Verfärbt sich der Streifen in derselben Farbe wie der Kontrollstreifen, ist der Hormonspiegel erhöht und eine Befruchtung ist möglich.

Eisprungcomputer zeigen Ergebnisse digital

Zykluscomputer helfen dabei, die fruchtbaren Tage und den Eisprung zu berechnen. Die Geräte funktionieren wie die manuelle Berechnung des Eisprungkalenders und liefern das Ergebnis digital. Es gibt verschiedene Modelle, die unterschiedliche Variablen einbeziehen – darunter die Basaltemperatur oder den Hormongehalt des Urins. Wichtig bei der Anwendung eines Computers zur Berechnung des Eisprungs ist es, dass die Messung immer zu selben Tageszeit erfolgt, da sonst Schwankungen auftreten können.

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