Vitamine bei Kinderwunsch: Folsäure und Vitamin D schon vor der Schwangerschaft

Vitamine sind wichtige Stoffe, die der Körper täglich ausreichend benötigt, damit alle Vorgänge reibungslos ablaufen können. Wer eine Schwangerschaft plant, sollte bereits vorab darauf achten, genügend Vitamine über die Nahrung zu sich zu nehmen. Vor allem Folsäure spielt bei bestehendem Kinderwunsch eine entscheidende Rolle: Drei Monate vor der Schwangerschaft sollte der erhöhte Bedarf bereits gedeckt werden, um eine gesunde Kindesentwicklung zu unterstützen. Auch Vitamin D steht in Zusammenhang mit der Fruchtbarkeit: Ein Mangel kann die Spermienqualität negativ beeinflussen.

Vitamine: Diese Nährstoffe braucht der Körper bei Kinderwunsch

Vitamine und Folsäure sind wichtig bei Kinderwunsch.

Als Vorbereitung auf eine Schwangerschaft müssen neben den Mengenelementen und den Spurenelementen auch die Vitaminspeicher des Körpers aufgefüllt werden. Mangelerscheinungen können sich negativ auf das Kind auswirken. Vor allem der Bedarf an

  • Folsäure (Vitamin B9),
  • Vitamin D,
  • Vitamin C und
  • Vitamin A
muss für eine gesunde Kindesentwicklung bereits bei bestehendem Kinderwunsch gedeckt sein. Die Vitamine können zum Teil ausreichend über die Nahrung, zum Teil aber auch durch Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.

Wichtig: Nahrungsergänzung mit dem Arzt absprechen

Bei bestehendem Kinderwunsch oder während einer Schwangerschaft muss die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Vor der Schwangerschaft: Folsäure kann Fehlbildungen verhindern

Als Folsäure wird ein wasserlösliches B-Vitamin (Vitamin B9) bezeichnet. Es ist entscheidend an Vorgängen der Zellteilung beteiligt. Jeden Tag sollte ein Erwachsener 400 Mikrogramm über die Nahrung zu sich nehmen, da der Körper den Stoff nicht selber bilden kann. Während der Schwangerschaft steigt der Bedarf deutlich an: Eine Schwangere braucht täglich knapp 600 Mikrogramm Folsäure. Etwa drei Monate vor der geplanten Schwangerschaft sollte bereits der Mehrbedarf an Folsäure gedeckt werden.

Ist vor der Schwangerschaft nicht ausreichend Folsäure vorhanden, kann es zu schwerwiegenden Entwicklungsstörungen des Kindes kommen. Bei einem Folsäuremangel steigt das Risiko für Fehlbildungen wie den Neuralrohrdefekt. Dabei ist das Wachstum des Kindes so beeinträchtigt, dass sich das Neuralrohr (embryonale Anlage des Zentralen Nervensystems) nicht vollständig schließt. Deshalb ist es gängig zur Prophylaxe das Vitamin als Supplement zu verabreichen.

Folsäure bei Kinderwunsch: In diesen Lebensmittel steckt viel Vitamin B9

  • Leber
  • grünes Blattgemüse
  • Vollkornprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Weizenkeime

Vitamin D und Kinderwunsch: Reicht Tageslicht aus?

Im Gegensatz zu Folsäure ist der Körper in der Lage, das wichtige Vitamin D selbst zu produzieren. Unter Sonneneinstrahlung produziert die Haut bis zu 90 Prozent des täglichen Bedarfs des wasserlöslichen Vitamins. Dabei genügt es, die Hände, das Gesicht und die Unterarme täglich einige Minuten im Freien unbedeckt dem Tageslicht auszusetzen. Den übrigen Bedarf an Vitamin D deckt die Nahrungsaufnahme. Jeden Tag braucht ein Erwachsener insgesamt etwa 20 Mikrogramm. Gerade im Winter ist es aber oftmals nicht ganz einfach, die tägliche Dosis Sonne zu tanken. Damit die Vitamin D Vorräte nicht geleert werden, kann auch hier eine Nahrungsergänzung sinnvoll sein.

Während der Schwangerschaft steigt der tägliche Verbrauch zwar nicht an, doch sollten Sie darauf achten, genug Vitamin D zur Verfügung zu haben. Auch Männer leiden häufig unter einem Vitamin D-Mangel: Ist es nicht ausreichend vorhanden, kann die Fruchtbarkeit leiden, die Spermienzahl und deren Beweglichkeit können vermindert sein. Daher sollten beide Partner bei einem Kinderwunsch nicht nur ans Tageslicht gehen, sondern auch ausreichend Vitamin D über die Nahrung zuführen.

Vitamin D in Nahrungsmitteln: Den Kinderwunsch unterstützen

  • fettreicher Fisch
  • Avocados
  • Milchprodukte (insbesondere Käse)
  • Leber
  • Fleisch

Vitamine bei Kinderwunsch: Vitamin C- und Vitamin A-Bedarf ist erhöht

Neben der Folsäure steigt während der Schwangerschaft auch der Bedarf an Vitamin C und Vitamin A. Bei Vitamin C handelt es sich um Ascorbinsäure, die freie Radikale bekämpft und den Körper so vor Schäden durch Strahlung beschützt und das Immunsystem stärkt. Ein Erwachsener sollte täglich etwa 100 Milligramm Vitamin C zu sich nehmen. Vor und während der Schwangerschaft sind 110 Milligramm empfehlenswert. Vitamin C steckt vermehrt in Zitrusfrüchten und grünem Gemüse.

Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin. Der Körper ist in der Lage, Vorstufen des Stoffs (sogenannte Provitamine wie Beta-Carotin) in Vitamin A umzuwandeln. Das Vitamin ist für verschiedene Wachstumsprozesse des Organismus mitverantwortlich und trägt zu einer gesunden Haut, Schleimhäuten und Augen bei. Jeden Tag werden 0,8 Milligramm benötigt. Während der Schwangerschaft steigt der Wert auf 1,1 Milligramm an. Vitamin A kommt vor allem in tierischen Produkten wie Leber vor. Gemüse wie Karotten enthalten größere Mengen des Provitamins A, das der Körper weiterverarbeiten kann.

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