Die Geburtsvorbereitung – Wegweiser für werdende Mütter

Spätestens im letzten Schwangerschaftsdrittel richten sich die Gedanken der zukünftigen Eltern zunehmend auf die nahende Geburt. Viele werdende Mütter bereiten sich körperlich und seelisch auf die Entbindung und die erste Zeit danach vor. Eine Fülle von Kursangeboten zur Geburtsvorbereitung soll helfen, Ängste abzubauen, und bietet zudem konkrete Hilfestellungen wie Atemtechniken und Aufklärung zu den Geburtsphasen. Zur Geburtsvorbereitung gehört aber noch viel mehr.

Werdende Mutter bei der Geburtsvorbereitung

Kurse zur Geburtsvorbereitung

Die meisten Geburtsvorbereitungskurse beginnen zwischen der 25. und 30. Schwangerschaftswoche. Das Angebot ist sehr vielfältig, weshalb sich Schwangere bei der Auswahl danach richten sollten, welche Schwerpunkte ihnen persönlich wichtig sind. Für Erstgebärende kann es hilfreich sein, einen Kurs zu besuchen, der über den Ablauf der natürlichen Geburt informiert und den Teilnehmerinnen Atem- und Entspannungstechniken für einen leichteren Geburtsverlauf vermittelt. Wer sich vor allem vor den Schmerzen fürchtet, kann sich zudem über Hypnobirthing oder Akupunktur informieren.

Tipp zur Geburtsvorbereitung: Eine regelmäßige Dammmassage mit speziellem Dammöl macht das Gewebe elastischer und kann einem Dammriss während der Geburt vorbeugen.

Zahlreiche Kurse zur Geburtsvorbereitung richten sich an Paare. Hier erfahren auch werdende Väter, wie sie ihre Partnerin während der Geburt unterstützen können. Außerdem lernen die zukünftigen Eltern, was in der Zeit nach der Geburt auf sie zukommt und was es zu beachten gibt. Ein Geburtsvorbereitungskurs ist jedoch nicht zwingend nötig. Manche Frauen bevorzugen eine auf die Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung abgestimmte sportliche Betätigung, die den Körper auf die Geburt vorbereiten soll. Alle wichtigen Themen können schließlich auch im individuellen Gespräch mit der Hebamme und dem Frauenarzt geklärt werden.

Wichtige Entscheidungen vor der Entbindung

Zur Geburtsvorbereitung gehört außerdem die Auswahl des Geburtsortes. Die überwiegende Anzahl der Geburten findet in Kliniken statt. Alternativ können Schwangere auch in ein von Hebammen geführtes Geburtshaus gehen oder das Kind unter Aufsicht einer Hebamme zu Hause zur Welt bringen. Letzteres ist jedoch nur in Betracht zu ziehen, wenn keine Komplikationen zu erwarten sind.

Dank der im Internet verfügbaren Informationen und Erfahrungsberichte entwickeln immer mehr Frauen recht genaue Vorstellungen davon, wie sie ihr Kind entbinden wollen. Es ist zwar nicht möglich, eine Geburt genau zu planen, Frauen können sich jedoch vorbereiten: Besprechen Sie Ihre persönlichen Wünsche und Vorstellungen mit Ihrer Hebamme und halten sie schriftlich in einem Geburtsplan fest. Dieser gehört in die Kliniktasche, die im Rahmen der Geburtsvorbereitung etwa in der 30. Schwangerschaftswoche gepackt werden sollte.

Checkliste: Das gehört in die Kliniktasche

  • Mutterpass
  • Personalausweis
  • Krankenversicherungskarte
  • Geburtsurkunde oder Familienstammbuch
  • Geburtsplan (sofern einer formuliert wurde)
  • bequeme Kleidung und Toilettenartikel für die Mutter
  • luftige Nachthemden oder Herrenhemden, die sich auch gut zum Stillen eignen
  • Still-BHs und Stilleinlagen
  • eine große Packung starker Binden
  • Slips, die bei hohen Temperaturen waschbar sind oder Wegwerfslips für die erste Zeit nach der Entbindung
  • Kleidung, Windeln und Spucktücher für das Baby
  • für die Geburt: energiereiche Snacks, Wasser, Lippenbalsam

Vor der Geburt: Die Wohnung für das Baby vorbereiten

Geburtsvorbereitung bedeutet auch, eine Umgebung zu schaffen, in der sich Mutter und Baby wohlfühlen. Die ersten Wochen nach der Geburt verlangen der jungen Familie viel Energie ab. Deshalb ist es wichtig, zuvor alles so einzurichten, dass es an nichts fehlt. Die Babyausstattung sollte neben Kleidung auch einen Vorrat an Windeln, Spucktüchern und Wundsalbe enthalten.

Viele Mütter fühlen sich außerdem sicherer, wenn sie eine Milchpumpe und eine Packung Milchnahrung im Haus haben, falls es mit dem Stillen nicht sofort klappen will. Um hektisches Einkaufen in den ersten Tagen und Wochen zu vermeiden, sollten Eltern auch nicht vergessen, für sich selbst ausreichend Lebensmittel und gegebenenfalls Medikamente im Haus zu haben.

Noch ein Tipp: Wer bereits ein Kind hat, sollte sich darüber hinaus frühzeitig um eine Betreuung des Geschwisterkindes für die Zeit der Geburt kümmern. Schließlich weiß niemand genau, wann es wirklich losgeht.

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