Husten in der Schwangerschaft – Gefahr für das Baby?

4. April 2018
19 Min.

Husten in der Schwangerschaft ist keine Seltenheit. Ausgelöst durch einen Infekt oder eine Allergie kann er schlafraubend und lästig, mitunter sogar schmerzhaft sein. Die meisten Menschen greifen in dieser Zeit zu Schleimlösern, Hustenstillern oder anderen Arzneien, um sich Erleichterung zu verschaffen. Da jedoch viele Medikamente Auswirkungen auf das ungeborene Kind haben, ist bei Husten in der Schwangerschaft ein wenig mehr Vorsicht geboten.

Frau in der Schwangerschaft liegt mit Husten im Bett


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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein Husten ist zwar meist schlafraubend und belastend, aber in den seltensten Fällen ein echter Grund zur Sorge.
  • Die Ursachen für Husten in der Schwangerschaft können genauso vielfältig sein wie außerhalb einer Schwangerschaft.
  • Medikamente zu Behandlung richten sich in der Regel entweder nach dem Auslöser der Erkrankung oder nach den Symptomen.
  • Bei trockenem Reizhusten können Hustenstiller eine wirkungsvolle Hilfe sein, während bei produktivem Husten oftmals Schleimlöser eingesetzt werden. Die Einnahme darf jedoch nur auf ausdrückliche Anordnung eines Arztes erfolgen.

Ursachen von Husten in der Schwangerschaft

Zunächst einmal sei gesagt, dass Husten zwar sehr unangenehm ist, es sich dabei aber um einen natürlichen und nützlichen Reflex handelt. Er hilft dem Körper dabei, Fremdstoffe wie Krankheitserreger, Staubpartikel oder Nahrungsbestandteile abzustoßen, die sich in die unteren Atemwege verirrt haben. Ist dies der Fall, schließen sich die Stimmbänder und es kommt zu einem vom Zwerchfell ausgelösten Hustenstoß. Der unerwünschte Stoff wird katapultartig in den Mund zurückgeschleudert.1 Dieser Mechanismus ist enorm wichtig, um die Lunge vor dem Eindringen von größeren und kleineren Partikeln zu schützen. Häufig tritt Husten auch als Begleitsymptom verschiedener Atemwegserkrankungen oder Allergien auf.

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Ursachen im Überblick:

Infektionen als Ursache für Husten in der Schwangerschaft

In der Regel ist Husten ein Symptom unterschiedlichster Infekte. Infrage kommen hier beispielsweise

  • Erkältungen,
  • Nasennebenhöhlenentzündungen,
  • Bronchitis oder, in schlimmeren Fällen,
  • eine Lungenentzündung.
Kranke werdende Mutter fragt sich nach den Ursachen für ihren Husten.

Meistens sind Viren und Bakterien die Ursache für den Husten. Hat die Schwangere Kontakt zu infizierten Personen, können die Erreger durch kleine Speicheltröpfchen beim Sprechen oder Husten übertragen werden (Tröpfcheninfektion). Auch eine Ansteckung über direkten Körperkontakt oder kontaminierte Gegenstände wie Türklinken (Schmierinfektion) ist möglich. Die Erreger legen sich dann auf die Schleimhäute der Nase und breiten sich unter Umständen von den oberen bis in die unteren Atemwege aus. Es kommt zu einer Entzündungsreaktion der Bronchien – diese beginnen anzuschwellen und vermehrt Sekret zu produzieren, welches dann für den Hustenreiz sorgt.

Für das Ungeborene ist eine Erkältung der Mutter in der Regel nicht gefährlich. Bevor die Erreger den kindlichen Kreislauf erreichen und ihm schaden können, wurden sie schon von der mütterlichen Abwehr beseitigt. Nur wenige Krankheitserreger wie Listerien oder Rötel-Viren können im Blut die Plazenta überwinden oder über die Scheide eintreten und auf den Fötus übertragen werden.2

Vorsicht bei Fieber:

Tritt zusätzlich zu den normalen Erkältungssymptomen eine erhöhte Körpertemperatur auf, sollte gerade in der Schwangerschaft eine Abklärung der Ursachen des Hustens und der übrigen Symptome erfolgen. In der Schwangerschaft kann eine Grippe oder Lungenentzündung durch die Doppelbelastung des mütterlichen Immunsystems unter Umständen mit besonders schweren Symptomen einhergehen.10 Gerade in der Frühschwangerschaft sollte hohes Fieber über einen längeren Zeitraum jedoch vermieden werden, da dies das Risiko von Fehlbildungen leicht erhöhen kann. Zudem besteht der Verdacht, dass Fieber das Einsetzen von Wehen fördert.3 Die Einnahme fiebersenkender Medikamente, die vom Arzt verordnet werden, ist in diesen Fällen angeraten.

Husten in der Schwangerschaft durch Allergien

Ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von allergischen Reaktionen bei werdenden Müttern wurde bisher nicht nachgewiesen.4 Trotz allem besteht die Gefahr, dass sich eine Allergie bildet oder während der Schwangerschaft als Ursache für Husten zu Tage tritt. Bei einer Allergie handelt es sich um eine Überempfindlichkeitsreaktion des Organismus gegenüber an sich harmlosen Substanzen, bei der es in der Folge auch zu einer Entzündungsreaktion der Bronchialschleimhaut kommen kann. Diese löst dann den Hustenreiz aus. Zusätzlich entwickeln viele Betroffene Kurzatmigkeit, Pfeifgeräusche beim Atmen oder Asthma, eine chronische Erkrankung, der eine permanente Entzündung der Bronchien zugrunde liegt.

Die sogenannten Allergene, also die Abwehrreaktion-auslösenden Faktoren, sind vielfältig. Sehr häufig treten jedoch Allergien gegen

  • Pollen (Heuschnupfen),
  • Hausstaub,
  • Tierhaare oder
  • Schimmelpilzsporen auf.

Ist eine Allergie die Ursache für den Husten, verschreibt der Arzt Schwangeren für gewöhnlich Antihistaminika (antiallergische Medikamente). In erster Linie muss jedoch dafür gesorgt werden, die bekannten Allergene so gut wie möglich zu meiden.

Psychogener Husten: Was sind die Ursachen?

Husten kann ebenfalls durch seelische Probleme bedingt sein und ist oft Symptom eines inneren Konflikts. Psychische Belastungen sind in der Schwangerschaft keine Seltenheit. Angst vor der Geburt, vor der neuen Lebensaufgabe und einer möglichen Überforderung sind in vielen Fällen Teil der Gedanken einer werdenden Mutter.

Charakteristisch für den psychisch-bedingten Husten („Hustentick“) ist, dass

  • er nicht auf Medikamente anspricht,
  • für gewöhnlich nicht im Schlaf auftritt und
  • keine organischen Auslöser vorliegen.

Er klingt typischerweise trocken, kehlig sowie rau und erfolgt aus dem Hals heraus.5 Oftmals reicht es schon, wenn Betroffene mit anderen Menschen über ihre Ängste sprechen können und sich der Problematik bewusst werden. In schwereren Fällen muss ein Experte die zugrunde liegenden psychischen Probleme identifizieren. Oftmals werden dann Verhaltenstherapien eingeleitet und Entspannungsübungen empfohlen.

Wichtig:

Starker Husten in der Schwangerschaft sollte dringend ärztlich abgeklärt werden, um Allergien, Asthma oder andere schwerwiegende Erkrankungen auszuschließen.

Welche verschiedenen Arten von Husten gibt es?

Aus medizinischer Sicht werden folgende Arten von Husten unterschieden:

  • Produktiver Husten: In der Schwangerschaft tritt diese Form in der Regel aufgrund einer Erkältung (grippaler Infekt), Bronchitis oder allergischen Erkrankung auf. Er geht mit der Bildung von viel Schleim einher, der dann abgehustet werden muss.
  • Unproduktiver Husten/Reizhusten: Die Auslöser für Reizhusten in der Schwangerschaft belaufen sich in den meisten Fällen auf Entzündungen des Kehlkopfes, der Luftröhre oder der Bronchialschleimhaut. Auch Reizungen der oberen Atemwege (Nase, Rachenraum) beispielsweise durch Staub oder Pollen können die Ursache sein. Bei dieser Art des Hustens kommt es nicht zu Auswurf – daher wird er als unproduktiv bezeichnet.

Eine weitere Unterscheidung erfolgt nach der Dauer der Hustenerkrankung. Ein akuter Husten dauert kürzer als vier Wochen und wird für gewöhnlich durch Infektionen wie beispielsweise eine Erkältung ausgelöst.6 Chronischer Husten zieht sich hingegen länger als vier Wochen hin und kann beispielsweise sich wiederholende Atemwegsinfekte als Ursache haben.7

Welche Auswirkungen hat Husten für die Schwangere und das Baby?

Bei einem Hustenstoß erreicht der ausgestoßene Luftstrom eine Geschwindigkeit von etwa 480 km/h.8 Die Bauchmuskeln spannen sich an, und das Zwerchfell wird nach oben geschoben. Was dramatisch klingt, ist für das Baby nur halb so schlimm: Die leichte Druckentwicklung wird durch die Muskulatur problemlos ausgeglichen. Außerdem schützt das Fruchtwasser vor zu starken Erschütterungen.

Die Schwangere sollte sich beim Husten jedoch angewöhnen, den Beckenboden anzuspannen, um bei einer durch die Schwangerschaft ausgelösten vorübergehenden Harninkontinenz keinen Urin zu verlieren. Nasenbluten kann in einigen Fällen, bedingt durch den hohen Druck beim Husten, ebenfalls auftreten. Ständige Hustenanfälle können den werdenden Eltern zudem den Schlaf rauben und zu starker Müdigkeit sowie Gereiztheit am Tag führen.

Husten in der Nacht

Vor allem dann, wenn der Körper eigentlich zur Ruhe kommen sollte – also nachts –, kann der Husten besonders lästig werden. Ein dadurch hervorgerufener Mangel an Erholungszeit führt zu starker Müdigkeit und unter Umständen zu Nervosität und Gereiztheit.

Schwangere Frau kann trotz Husten nachts gut schlafen

Warum leiden viele Schwangere nachts vermehrt an Hustenanfällen? Das liegt in vielen Fällen an …

  • … einem Infekt (beispielsweise einer Erkältung durch Viren) kombiniert mit zu trockener Raumluft im Schlafzimmer. Die Trockenheit sorgt dafür, dass die Schleimhäute empfindlicher werden und es schneller zum Hustenreiz kommt. In den Wintermonaten tritt diese Problematik durch die erhöhte Infektanfälligkeit und stark beheizte Räume gehäuft auf.
  • … einer sogenannten Schwangerschaftsrhinitis. Dabei handelt es sich um Schnupfen, der nicht durch Viren, sondern durch die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft ausgelöst wird. Bei einer verstopften Nase atmen Betroffene mehr durch den Mund, wodurch die Schleimhäute eher austrockenen, was wiederum zu Hustenreiz führt.
  • Sodbrennen. Die typische Schwangerschaftsbeschwerde kann nachts Hustenanfälle verursachen, da durch die Liegeposition mehr Säure aus dem Magen zurück in die Speiseröhre fließt. Folglich werden die empfindlichen Schleimhäute im Rachen angegriffen – es entsteht ein Hustenreiz.
Tipp:

Bei nächtlichem Hustenreiz durch Sodbrennen sollten Sie den Oberkörper beim Schlafen leicht hoch lagern, um das Zurückfließen der Säure in die Speiseröhre zu minimieren.

Was tun bei Husten in der Schwangerschaft?

In vielen Fällen verschwindet Husten von ganz allein wieder und bereitet weder der werdenden Mutter noch ihrem Schützling Schwierigkeiten. Er kann jedoch oft schlafraubend und lästig sein, mitunter sogar schmerzhaft. Dann ist eine Behandlung unumgänglich. Dafür stehen Schwangeren neben Hustenstillern, Schleimlösern und pflanzlichen Hustensäften ebenso Hausmittel zur Verfügung.


Je nach Ursache gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Hustenstiller bei Reizhusten

Bei Hustenstillern (Antitussiva) handelt es sich um Mittel, die über das zentrale Nervensystem wirken. Sie haben einen beruhigenden Effekt auf das Hustenzentrum des Gehirns und unterdrücken so den Hustenreiz. Da das Husten ein Schutzreflex des Körpers ist, sollten Antitussiva so wenig wie möglich und am besten nur nachts zum besseren Durchschlafen eingesetzt werden. Bei einem produktiven Husten, also wenn es zur Schleimbildung kommt, ist ganz auf ihren Einsatz zu verzichtet. Denn dann kann sich das Sekret in der Lunge stauen, was im schlimmsten Fall eine Entzündung der Lunge nach sich zieht.9

Vorsicht: Hustenstiller und andere Medikamente sollten vor allem in der Schwangerschaft nur auf ärztliche Verordnung eingenommen werden, um mögliche negative Auswirkungen auf das ungeborene Kind zu vermeiden. Welche Wirkstoffe unbedenklich sind, fragen Sie am besten Ihren Frauenarzt.

Schleimlöser in der Schwangerschaft

In vielen Fällen wird der Husten durch vermehrte Schleimbildung in den Bronchien ausgelöst. Um Linderung zu verschaffen, verordnet der Arzt Schleimlöser, sogenannte Sekretolytika. Diese verflüssigen das Sekret und erleichtern so das Abhusten. Wichtig ist, den Schleimlöser nicht direkt vor dem Schlafengehen einzunehmen, da es sonst über die Nacht hinweg zu vermehrter Sekretverflüssigung und damit zu Husten kommen kann.

Über die gesamte Schwangerschaft ist die Einnahme von bestimmten, vom Arzt empfohlenen, schleimlösenden Medikamenten gegen Husten möglich. Dennoch sollten werdende Mütter bestenfalls auf Sekretolytika verzichten, um den kindlichen Organismus nicht unnötig zu belasten. Um den festsitzenden Schleim zu lösen, können Schwangere auf Inhalation, vermehrte Flüssigkeitszufuhr und andere bewährte Hausmittel zurückgreifen.

Pflanzliche Hustensäfte

Kann Hustensaft auf pflanzlicher Basis eine Option für schwangere Frauen sein? Häufig werden Mittel mit Thymian- oder Efeuextrakt und Cineol (Eukalyptus) empfohlen. Sie enthalten zwar Inhaltsstoffe pflanzlichen Ursprungs, gelten in medizinischen Kreisen deswegen jedoch nicht automatisch als unbedenklich. Gerade in der Schwangerschaft sollten Sie daher vor der Einnahme immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten. Der Grund: Bei vielen pflanzlichen Mitteln handelt es sich um Mischungen aus verschiedenen Inhaltsstoffen für die bisher verlässliche Erfahrungswerte fehlen.10

Hausmittel gegen Husten in der Schwangerschaft

Neben der Einnahme von Medikamenten bieten sich Hausmittel zur (ergänzenden) Behandlung bei Husten in der Schwangerschaft an. Bewährt haben sich beispielsweise folgende Maßnahmen:

  • Heißer Kartoffelwickel: Kartoffeln sind in der Lage, sehr gut Wärme zu speichern. Diesen Effekt und die Tatsache, dass Wärme den Hustenreiz lindert, können Sie sich zu Nutzen machen. Für den Wickel kochen Sie etwa drei Kartoffeln, zerstampfen diese und geben Sie dann in ein Baumwolltuch. Sobald der Wickel so weit abgekühlt ist, dass er sich auf der Haut angenehm anfühlt, kann das Tuch mitsamt den Kartoffeln auf die Brust gelegt werden. Die wohltuende Wärme sorgt vor allem nachts für Linderung und Schlaf durch weniger Husten.
  • Inhalation mit Kochsalz: Ein Dampfinhalator aus der Apotheke wird mit heißem Salzwasser befüllt. Das Einatmen des entstehenden Wasserdampfes befeuchtet die Schleimhäute und der Schleim löst sich. Idealerweise inhalieren Sie direkt vor dem Schlafengehen, um eine angenehme Nachtruhe zu gewährleisten. Falls Sie ätherische Öle statt Salz verwenden möchten, sollten Sie dies unbedingt vorher mit Ihrem Arzt besprechen. Einige sind nicht für Schwangere geeignet.
  • Selbstgemachter Zwiebelsaft: Gerade wenn Ihnen ein infektbedingter Husten nachts den Schlaf raubt, kann Zwiebelsaft durch seine entzündungshemmende Wirkung für deutliche Linderung sorgen. Die Zubereitung ist ganz einfach: Eine Zwiebel in Würfel schneiden und anschließend mit etwa 200 Gramm Zucker kurz aufkochen. Sobald der Sud wieder abgekühlt ist, wird er durch ein Sieb gegossen und schon ist der selbstgemachte Hustensaft fertig. Nehmen Sie vor dem Schlafengehen und über den Tag verteilt immer wieder ein bis zwei Esslöffel zu sich. Der Saft sollte kühl sowie dunkel gelagert und innerhalb einer Woche aufgebraucht werden.11
  • Raumluft feucht halten: Ein zusätzlich sehr wichtiger Aspekt ist das Erhöhen der Luftfeuchtigkeit in den Wohn- und Schlafräumen. Regelmäßiges Öffnen der Fenster und Luftbefeuchter können helfen, das Raumklima zu verbessern.
  • Viel trinken: Ein ausgeglichener Wasserhaushalt unterstützt den Körper dabei, sich selbst von Giftstoffen zu befreien und den Hustenschleim möglichst flüssig zu halten. Eine tägliche Zufuhr von mindestens 1,5 Litern wird empfohlen.12 Besonders warmer Tee tut bei Halsschmerzen und Husten gut. Geeignet sich beispielsweise Sorten wie Früchtetee oder Kamille. Viele andere Kräuter (beispielsweise Salbei oder Thymian) sind hingegen nur in geringen Mengen zu empfehlen, weil sie wehenfördernde Eigenschaften besitzen. Fragen Sie zur Sicherheit Ihren Arzt oder Apotheker.
Schwangere Frau trinkt eine Tasse Tee, um Husten ohne Medikamente zu behandeln

Sollte es trotz allem zu einer Verschlechterung der Symptomatik kommen, sind Medikamente gegen Husten in der Schwangerschaft unumgänglich. Ihr Hausarzt und Ihr Frauenarzt sind hierbei die besten Ansprechpartner.

Gut zu wissen:

Zur Vorbeugung einer Erkältung und somit von Husten sollten Sie während der Schwangerschaft auf viel Bewegung an der frischen Luft, eine vitaminreiche Ernährung und wenig Stress achten. Eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit in Räumen kann sich ebenfalls positiv auswirken, weil dadurch die Schleimhäute befeuchtet werden und sie ihre Abwehrfunktion gegenüber Krankheitserregern besser erfüllen können.

Wann zum Arzt beim Husten in der Schwangerschaft?

Wer schwanger ist und unter Reizhusten oder einer anderen Art des Hustens leidet, sollte bei anhaltenden Symptomen einen Arzt aufsuchen. Nicht nur, um die eigene Nachtruhe und die des Partners zu wahren, sondern auch, um den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Ein Termin beim Hausarzt ist dann nötig, wenn der Husten in der Schwangerschaft

  • länger als vier Wochen anhält,
  • Ausmaß und Charakter ändert (beispielsweise deutlich stärker wird oder plötzlich mit Atemgeräuschen auftritt),
  • mit Fieber (über 38,9 Grad Celsius) einhergeht,
  • zu Luftnot führt oder
  • mit nächtlichem saurem Aufstoßen einhergeht.

Anhand der ermittelten Auslöser, die für den Husten in der Schwangerschaft verantwortlich sind – beispielsweise eine Bronchitis oder Allergie –, schlägt der Arzt eine geeignete Behandlung vor.

Jana Welsner
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Miriam Och
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