Husten in der Schwangerschaft

Es gibt ihn in vielen verschiedenen Ausführungen und Formen – den Husten. Er zeigt sich bellend, keuchend, schleimig, heiser oder trocken und kann unterschiedlichste Auslöser haben (unter anderem sogar psychische). Tritt der Husten während einer Schwangerschaft auf, stellen sich werdende Mütter oft die Frage, welche Behandlungen möglich sind und ob der Husten gefährlich für ihr Kind sein könnte.

Frau in der Schwangerschaft liegt mit Husten im Bett

Sie sind schwanger und husten?

An erster Stelle steht, Ruhe bewahren: Ein Husten in der Schwangerschaft ist zwar meist schlafraubend und belastend, aber in den seltensten Fällen ein echter Grund zur Sorge. Abhängig von seiner Ursache kann er gehäuft zu bestimmten Tageszeiten oder in Zusammenhang mit körperlicher Belastung auftreten. Aus medizinischer Sicht werden folgende Arten von Husten unterschieden:

  • Reizhusten: Die Auslöser für Reizhusten in der Schwangerschaft belaufen sich in den meisten Fällen auf Entzündungen des Kehlkopfes, der Luftröhre oder der Bronchialschleimhaut. Auch Reizungen der oberen Atemwege (Nase, Rachenraum) beispielsweise durch Staub oder Pollen können die Ursache sein. Bei dieser Art des Hustens kommt es nicht zu Auswurf – daher wird er auch als unproduktiv bezeichnet.
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  • produktiver Husten: In der Schwangerschaft tritt dieser Husten in der Regel aufgrund einer Erkältung, Bronchitis oder allergischen Erkrankung auf. Er geht mit der Bildung von viel Schleim einher, der dann abgehustet werden muss.

Eine weitere Unterscheidung erfolgt nach der Dauer der Hustenerkrankung. Ein akuter Husten dauert kürzer als vier Wochen und wird für gewöhnlich durch Infektionen wie beispielsweise eine Erkältung ausgelöst1 . Doch keine Sorge – da Erkältungsviren in der Regel nur die Zellen der Nasenschleimhaut befallen, besteht hier keine Gefahr für das Baby.

Chronischer Husten zieht sich länger als vier Wochen hin und kann beispielsweise sich wiederholende Atemwegsinfekte als Ursache haben2. Husten in der Schwangerschaft sollte in schwereren Fällen dringend ärztlich abgeklärt werden, um Allergien, Asthma oder andere schwerwiegende Erkrankungen auszuschließen.

Schwangerschaft und Husten: Die Auswirkungen

Bei einem Hustenstoß erreicht der ausgestoßene Luftstrom eine Geschwindigkeit von etwa 480 km/h3. Die Bauchmuskeln spannen sich an, und das Zwerchfell wird nach oben geschoben. Die leichte Druckentwicklung wird durch die Muskulatur problemlos ausgeglichen. Außerdem schützt das Fruchtwasser vor zu starken Erschütterungen. Die Schwangere sollte sich beim Husten jedoch angewöhnen, den Beckenboden anzuspannen, um bei einer durch die Schwangerschaft ausgelösten vorübergehenden Harninkontinenz keinen Urin zu verlieren. Nasenbluten kann in einigen Fällen, bedingt durch den hohen Druck beim Husten, ebenfalls auftreten.

Zudem rauben ständige Hustenanfälle den werdenden Eltern den Schlaf und führen zu starker Müdigkeit und Gereiztheit am Tag. Unsere Tipps für die Nacht können helfen, Ihre Schlafqualität bei Reizhusten in der Schwangerschaft deutlich zu verbessern.

Wann zum Arzt beim Husten in der Schwangerschaft?

Wer schwanger ist und unter Reizhusten oder einer anderen Art des Hustens leidet, sollte bei anhaltenden Symptomen einen Arzt aufsuchen. Nicht nur, um die eigene Nachtruhe und die des Partners zu wahren, sondern auch, um den Ursachen auf den Grund zu gehen. Ein Termin beim Hausarzt ist dann nötig, wenn der Husten in der Schwangerschaft

  • länger als vier Wochen anhält,
  • Ausmaß und Charakter ändert (beispielsweise deutlich stärker wird oder plötzlich mit Atemgeräuschen auftritt),
  • von Fieber (über 38,9 Grad Celsius) begleitet wird,
  • zu Luftnot führt oder
  • mit nächtlichem sauren Aufstoßen einhergeht.

Anhand der ermittelten Auslöser, die für den Reizhusten in der Schwangerschaft verantwortlich sind – beispielsweise eine Bronchitis oder Allergie – wird der Arzt eine geeignete Behandlung vorschlagen.

Schwanger und Husten: Therapiemöglichkeiten

In einigen Fällen ist der Reizhusten der Schwangeren so schwer oder störend, dass eine Behandlung unumgänglich ist. Die Einnahme einiger Medikamente, vor allem Schleimlöser und Hustenstiller, darf jedoch nur auf ausdrückliche Anordnung eines Arztes erfolgen. Auch bei pflanzlichen Mitteln ist Vorsicht geboten – nicht alle Wirkstoffe haben einen positiven Effekt auf den Organismus der werdenden Mutter. Unterstützend bei Husten in der Schwangerschaft wirken neben Medikamenten auch

  • eine vitaminreiche Ernährung,
  • Bewegung an der frischen Luft,
  • ein Erkältungsbad,
  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr (täglich mindestens 1,5 Liter, möglichst warme Getränke),
  • eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit und
  • viel Ruhe.

In einem Großteil der Fälle verschwindet der Husten von ganz alleine wieder und bereitet weder der werdenden Mutter noch ihrem Schützling Schwierigkeiten.

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1Füeßl, Hermann S./Middeke, Martin: Duale Reihe: Anamnese und klinische Untersuchung. Stuttgart: Georg Thieme Verlag 52014. S.233.
2Lungenärzte im Netz: Husten, chronisch. URL: https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/husten-chronisch/krankheitsbild-ursachen/ (19.02.2018).
3Reiß, Michael: Facharztwissen HNO-Heilkunde: Differenzierte Diagnostik und Therapie. Heidelberg: ®Springer Medizin Verlag 2009. S.1043.