Kinder und Babys mit Bauchschmerzen: Ursachen und Hausmittel

Sie zählen zu den häufigsten Beschwerden bei Kindern, sind aber meistens harmlos: Bauchschmerzen. Blähungen, Koliken oder Verstopfung – was genau belastet die Kleinen? Das herauszufinden, ist oft nicht so einfach, doch es gibt ein paar Hinweise, die helfen, die Gründe für die Bauchschmerzen beim Baby oder Kind einzugrenzen.

Kleiner Junge leidet unter Bauchschmerzen

Bauchweh bei Kindern: Was kann der Auslöser sein?

Mögliche Ursachen von Bauchschmerzen bei Kindern können sein:

  • Blähungen: Viel Luft im Bauch ist hier der Grund für das Unwohlsein des Kindes. Bauchweh tritt meistens abends oder nachts auf. Wenn Ihr Kind nach einem Bäuerchen oder Pups aufhört zu weinen und sich besser fühlt, können Sie davon ausgehen, dass Blähungen der Auslöser der Bauchschmerzen sind.
  • Verstopfung: Ihr Kind klagt über Bauchschmerzen und hatte mehr als zwei Tage keinen Stuhlgang? Dann könnte eine Verstopfung dahinterstecken. Zeigt Ihr Kind ansonsten keine Beschwerden, dann ist das im Normalfall kein Grund zur Sorge. Fühlt es sich allerdings unwohl, weint häufiger oder der Stuhlgang bleibt länger als die angegebenen Zeiträume aus, sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen.

Bauchweh bei Kindern ernst nehmen!

In der Mehrzahl der Fälle stecken hinter Bauchweh bei Kindern keine schlimmeren Krankheiten und sie können mit passenden Hausmitteln guten Gewissens behandelt werden. Doch gerade bei älteren Kindern sollte man genau zuhören, wo sich der Schmerz befindet. Ein entzündeter Blinddarm oder ein Darmverschluss äußert sich auch durch Bauchweh und muss unbedingt ärztlich behandelt werden! Tipp: Wenn Sie sich nicht sicher sind, können Sie jederzeit den Kinderarzt aufsuchen!

Wann mit Bauchweh zum Arzt?

In seltenen Fällen können auch schwerwiegendere Krankheiten der Auslöser für das Bauchweh bei Kindern sein. Treten zusätzlich folgende Symptome auf, sollten Sie auf jeden Fall ärztlichen Rat einholen:

  • Fieber (ab 38,5° Celsius)
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Schmerzen beim Wasserlassen

Wenn Ihr Kind Bauchschmerzen zusammen mit den aufgezählten Anzeichen hat, könnte das ein Hinweis auf einen Magen-Darm-Infekt sein. Dann sollte immer fachlicher Rat miteinbezogen werden, um zu verhindern, dass sich der Zustand des Kindes verschlimmert. Halten Erbrechen und Durchfall länger an, verliert Ihr Kind viel Wasser, da die Kleinen geringere Reservekapazitäten als Erwachsene haben. Dieser Mangel muss unbedingt ausgeglichen werden, da sonst die Gefahr einer sogenannten Dehydrierung (Austrocknung) besteht, die mitunter lebensbedrohlich sein kann.

Ihr Kind hat Bauchschmerzen? Diese Mittel können helfen

Selbst vermeintlich harmlose Bauchschmerzen können für Klein und Groß zur Belastung werden, wenn schlaflose Nächte an den Kräften zehren. Wärme, Kräutertees und viel Zuneigung helfen über viele Symptome hinweg. Auch wenn Ihr Kind zu Bauchweh, zum Beispiel in Form von Blähungen, neigt, können Sie vorbeugende Maßnahmen beachten.

Hat Ihr Kind bereits Bauchschmerzen, können verschiedene Hausmittel für Besserung sorgen:

  • Wärme: Warme Kirschkernkissen oder Wärmflaschen tun dem kleinen Bauch bei Schmerzen gut. Am besten eignet sich Wärme bei Bauchkrämpfen, die dadurch gelöst werden und weniger Beschwerden hervorbringen.
  • Bauchmassagen: Bauchweh bei Kindern kann durch sanfte Bauchmassagen gelindert werden. Kreisen Sie dafür sanft mit den Fingern im Uhrzeigersinn und immer größer werdenden Abständen um den Bauchnabel. Das unterstützt die Verdauung und kann Blähungen lösen, da die Nahrung auch im Uhrzeigersinn durch den Darm transportiert wird.
  • Kräutertees: Ungesüßte Kräutertees können Bauchweh vorbeugen aber auch lindern. Bei Kindern eignen sich besonders Fenchel- oder Kümmeltees, die eine beruhigende Wirkung auf den Darm haben.

Bei älteren Kindern können auch Ängste und Sorgen zu Bauchschmerzen führen. Dann ist es wichtig, dem Kind beizubringen, wie man damit umgehen und darüber reden kann. Zum Beispiel Entspannungstechniken und Fürsorge können helfen, die Anspannung zu nehmen und die Schmerzen im Bauch zu verbessern. Generell ist es wichtig, die Ursache des Bauchwehs bei Kindern herauszufinden, um richtig zu handeln.

Medikamente gegen Bauchweh bei Kindern?

Es gibt pflanzliche Medikamente, die für Kinder geeignet sind und den Magen-Darm-Trakt beruhigen können. Diese sollten jedoch immer in Absprache mit dem Kinderarzt verabreicht werden. Lassen Sie sich von ihm beraten.
Ein Baby leidet unter Bauchschmerzen und schreit

Auch die ganz Kleinen leiden: Bauchschmerzen bei Babys

Babys erste Lebensmonate werden manchmal von quälenden Bauchschmerzen begleitet. Gerade beim ersten Kind stellt das frischgebackene Eltern oftmals vor große Herausforderungen. Die Ursachen für die Bauchschmerzen Ihres Babys zu erkennen, ist ein guter Anfang, um dem nächsten Bauchweh-Schub gelassener zu begegnen und bestenfalls vorzubeugen.

Hat Ihr Baby Bauchschmerzen? – Achten Sie darauf, ob Ihr Baby:

  • die Beinchen zum Bauch zieht
  • ohne ersichtlichen Grund laut und lange schreit
  • einen harten, angespannten Bauch hat
  • pupst, wenn Sie den Bauch massieren
Häufig sorgen Dreimonatskoliken für die Bauchschmerzen Ihres Babys. Sie treten innerhalb der ersten drei Lebensmonate auf und sind, wie der Name vermuten lässt, nach dem dritten Lebensmonat in der Regel wieder vorbei. Baby-Bauchschmerzen werden bei einer Kolik durch Krämpfe verursacht. Solche Bauchkrämpfe in Kombination mit Blähungen quälen die Kleinen sehr – kein Wunder, dass sie dann durchaus mehrere Stunden am Tag schreien können.

Ihr Baby hat Bauchschmerzen? Das könnte helfen

Wenn Babys mit häufigen Bauchschmerzen mit der Flasche gefüttert werden, ist es wichtig, die Flasche vor dem Füttern nicht zu sehr zu schütteln. Durch heftiges Durchmischen entsteht Milchschaum, der wiederum viel Luft enthält. Die Luft gelangt beim Trinken in das Bäuchlein und kann schmerzhafte Blähungen auslösen. Ein weiterer Tipp: Es gibt passend zur Trinkgewohnheit des Kindes verschiedene Trinkaufsätze für die Flaschen sowie spezielle Anti-Kolik-Flaschen.

Lassen Sie Ihren Säugling zudem zur Vorbeugung nach der Flasche oder der Brust ein Bäuerchen machen. Am einfachsten ist es, wenn Sie Ihr Kind umhertragen oder im Sitzen das Köpfchen auf Ihre Schulter legen und sanft auf den Po oder den Rücken klopfen. Die entweichende Luft schafft Platz im Bauch, Blähungen entstehen seltener und zusätzlich kann saures Aufstoßen vermieden werden.

Wenn Ihr Baby Bauchschmerzen hat, können Sie auch einige der Hausmittel für ältere Kinder anwenden. So lassen sich Babys Bauchschmerzen unter Umständen mit Wärme, Bauchmassagen oder Kräutertees behandeln. Bessert sich das Bauchweh bei Ihrem Kind dennoch nicht, sollten Sie mit Ihrem Nachwuchs zum Arzt gehen.

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