Vorbereitung auf Schwangerschaft: Tipps zum Kinderwunsch

Wünscht sich ein Paar ein Kind, kann es meist gar nicht schnell genug gehen. Sehnlichst warten die Partner dann auf den positiven Schwangerschaftstest. Aber bereits in der Zeit vor der freudigen Nachricht können die zukünftigen Eltern einiges zur Vorbereitung auf die Schwangerschaft tun. Was lässt sich bereits vor der Empfängnis eines Kindes beachten?

Vorbereitung auf die Schwangerschaft: Ausgewogene Kost als Ernährung

Frau bereitet gesundes Essen zu, um sich auf Schwangerschaft vorzubereiten.

Zu den Nährstoffen, die Frauen vor und während der Schwangerschaft vermehrt benötigen, gehören:

  • Folsäure
  • Zink
  • Eisen
  • Kalzium
  • Kalium
  • Magnesium
  • Jod
  • Vitamin A
  • Vitamin B12
  • Vitamin B6
  • Vitamin C
  • Vitamin D
  • Vitamin E
  • Omega-3-Fettsäuren

Wird der weibliche Körper nicht ausreichend damit versorgt, reduziert er die Fortpflanzungsfunktion. Auch die Spermienqualität leidet unter einem Nährstoffmangel. Als Vorbereitung auf eine Schwangerschaft sollten daher viel Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen – mindestens fünf Portionen pro Tag. Geflügel, Fisch, Eier, Nüsse und Hülsenfrüchte versorgen den Organismus zudem mit Eiweiß; Milchprodukte wie Quark, Käse und Joghurt füllen außerdem die Kalziumvorräte auf. Mit rotem Fleisch und grünem Blattgemüse wie Spinat können Frauen darüber hinaus ihren Bedarf an Eisen decken.

Gut zu wissen:

Des Weiteren ist es ratsam, vor einer Schwangerschaft das Körpergewicht in den Normalbereich zu bringen. Sowohl Über- als auch Untergewicht beeinträchtigen die Fruchtbarkeit und damit die Schwangerschaft. Das gelingt am besten mit ausreichend Bewegung und einer gesunden Ernährung.

Nahrungsergänzungsmittel zur Vorbereitung auf die Schwangerschaft?

Über die Ernährung kann nicht immer der gesamte Nährstoffbedarf gedeckt werden. In Absprache mit dem behandelnden Arzt können daher Nahrungsergänzungsmittel, sogenannte Supplemente, zur Vorbereitung auf eine Schwangerschaft sinnvoll sein. Vor allem Vitamine wie Folsäure und Spurenelemente (etwa Jod und Eisen) müssen dem Körper bereits vor der Schwangerschaft ausreichend zur Verfügung gestellt werden.

Über diese Ergänzungen sollten Sie Bescheid wissen:

  • Der Folsäure-Bedarf steigt während der Schwangerschaft etwa um die Hälfte an. Bei einem Folsäuremangel besteht die Gefahr für einen Neuralrohrdefekt – das Kind könnte mit schweren Fehlbildungen zur Welt kommen. Durch eine auseichende Versorgung bereits zu Beginn der Schwangerschaft kann das Risiko um bis zu 70 Prozent reduziert werden. Frauen, die schwanger werden möchten, wird zur Vorbereitung geraten, täglich mindestens 400 Milligramm Folsäure aufzunehmen1.
  • Häufig empfiehlt der Arzt zudem Jod-Tabletten als Nahrungsergänzung zur Vorbereitung auf eine Schwangerschaft, da es schwierig ist, den gesteigerten Bedarf allein über die Ernährung zu decken. Das Spurenelement ist wichtig für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung des ungeborenen Kindes.
  • Der Eisenbedarf einer Schwangeren steigt auf das Doppelte an. Zwar lässt sich die Eisenaufnahme gut über die Auswahl der Speisen (wie Spinat) steuern, doch wer den Bedarf nicht decken kann, hat die Möglichkeit, zu Eisen-Supplementen zu greifen.

Wichtig:

Lassen Sie sich bezüglich der Supplementierung von Ihrem Arzt beraten. Ist er der Meinung, dass Sie zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel benötigen, kann er Ihnen Tipps geben und geeignete Präparate empfehlen.

Mengenelemente: Kalium, Kalzium und Magnesium

„Mengenelement“ ist die Bezeichnung für Nährstoffe, von denen der Körper täglich mehrere Gramm (also große Mengen) aufnehmen muss. Dazu gehören Natrium, Chlorid, Phosphor, Magnesium, Kalzium und Kalium. Vor allem Kalium, Kalzium und Magnesium sollten bereits in Vorbereitung auf eine Schwangerschaft ausreichend eingenommen werden, um eine gesunde Kindesentwicklung zu sichern:

  • Kalium kommt vermehrt in Getreideprodukten und Früchten vor. Schwangere benötigen etwa 4000 Milligramm des Mineralstoffs pro Tag1.
  • Kalzium tritt vor allem in Milchprodukten auf und unterstützt das gesunde Knochenwachstum.
  • Magnesium ist an der Bildung lebenswichtiger Enzyme beteiligt. Vollkornprodukte, ungeschälter Reis und Hülsenfrüchte sind gute Magnesium Lieferanten.

Normalerweise führt eine zu hohe Menge dieser Mengenelemente durch Lebensmittel nicht zu Nebenwirkungen, der Körper scheidet die Mineralstoffe einfach wieder aus. Bei einer Überdosierung durch Nahrungsergänzungsmittel sind jedoch in seltenen Fällen Nebenwirkungen möglich. Bemerken Sie Anzeichen wie Übelkeit oder plötzliche Müdigkeit im Zusammenhang mit der Einnahme, sollten Sie daher unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Auf Alkohol und Nikotin verzichten

Wer schwanger werden möchte, sollte sich zur Vorbereitung einen gesunden Lebensstil angewöhnen – denn eine Schwangerschaft verlangt dem Körper viel ab. Daher sollte bereits bei bestehendem Kinderwunsch auf Genussmittel verzichtet werden, dazu gehören beispielsweise Alkohol und Nikotin. Wie verhält es sich mit Koffein? Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung e.V. sind bis zu drei Tassen Kaffee am Tag unbedenklich2, aber zu viel des Wachmachers kann sich negativ auf den Körper und das Baby auswirken. Vor allem wenn die werdende Mutter während der Schwangerschaft mehr Kaffee trinkt, erhöht sie die Wahrscheinlichkeit, ein Kind mit geringem Geburtsgewicht zu bekommen3.

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1Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.: Referenzwerte-Kalium. URL: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/kalium/ (27.02.2018).
2Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.: Erste einheitliche Handlungsempfehlungen zur Ernährung in der Schwangerschaft. URL: https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/bevoelkerungsgruppen/schwangere-stillende/handlungsempfehlungen-zur-ernaehrung-in-der-schwangerschaft/ (27.02.2018).
3Konje, Justin et al.: “Maternal caffeine intake during pregnancy and risk of fetal growth restriction: a large prospective observational study”. In: BMJ (2008). Nr. 337. URL: http://www.bmj.com/content/337/bmj.a2332.full (27.02.2018).