Schwanger und erkältet: Wenn die Nase zu ist und der Kopf schmerzt

Wenn die Nase zu ist und Sie sich schwanger auch noch mit Husten und Kopfschmerzen herumplagen müssen, dann haben Sie wahrscheinlich eine Erkältung erwischt. Erfahren Sie, mit welchen Symptomen Sie dabei noch rechnen müssen und welchen Einfluss diese auf Ihre Schwangerschaft haben.

Schwangere liegt mit Erkältungs-Symptomen im Bett

Die Symptome einer Erkältung

Eine Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, kündigt sich in den meisten Fällen mit einem kratzigen oder schmerzenden Hals an. Husten leitet oft das Ende einer Erkältung ein. Dazwischen klagen Betroffene über Schnupfen, Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen. Welche Symptome während der Erkältung allerdings genau auftreten, ist von Patient zu Patient unterschiedlich.

In der Schwangerschaft kann eine Erkältung durchaus intensiver ausfallen. Der Grund ist ein zurückgefahrenes Immunsystem. Das konzentriert sich jetzt hauptsächlich auf das Annehmen Ihres Babys. Deswegen kann es auch sein, dass Sie in der Schwangerschaft insgesamt anfälliger für Erkältungen sind. Grundsätzlich müssen Sie aber keine Angst haben, dass die Erkältung Einfluss auf die Entwicklung Ihres Babys nimmt. Mit den Symptomen muss sich in der Regel nur die werdende Mama herumschlagen. Trotzdem sollten Sie die Anzeichen nicht ignorieren, sondern sich von einem Arzt behandeln lassen.

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Schwanger erkältet sein: Wenn die Nase zu ist

Wenn die Nase zu ist und Sie schwanger sind, ist das mit Sicherheit unangenehm, aber ungefährlich. Bei einer Infektion mit den Erkältungsviren schwillt die Nasenschleimhaut an. Sie ist stark gereizt und produziert vermehrt klaren, flüssigen Nasenschleim, um so die Erreger hinaus zu transportieren. Das Sekret wird nach einigen Tagen zähflüssig, zusätzlich schwellen durch die Entzündung die Schleimhäute an. Als Folge ist die Nase zu, das Atmen wird für Schwangere beschwerlich. Linderung können abschwellende Präparate schaffen.

Schwangerschaftsschnupfen:

Eine verstopfte Nase muss während der Schwangerschaft nicht unbedingt ein Anzeichen für einen grippalen Infekt sein. Es kann sich auch um Schwangerschaftsschnupfen (Schwangerschaftsrhinitis) handeln, an der rund 20 bis 30 Prozent aller Schwangeren leiden.1 Entgegen eines normalen Schnupfens sind hier nicht Viren schuld, sondern der erhöhte Östrogenspiegel. Er lässt die Nasenschleimhaut anschwellen, sodass die Atmung erschwert wird. Diese Art von Schnupfen tritt meist in den letzten sechs Wochen der Schwangerschaft auf und sollte sich bis zwei Wochen nach der Geburt wieder zurückbilden.2

Wenn Ihre Nase zu ist, dürfen Sie auch schwanger zu Nasenspray greifen, vermeiden Sie allerdings den Wirkstoff Xylometazolin. Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an. Er kann Ihnen ein gut verträgliches Nasenspray empfehlen. Am besten entscheiden Sie sich für Meersalzsprays, denn diese gelten als wirksam und machen nicht abhängig. Wenn schwanger die Nase zu ist, können Sie es in den meisten Fällen dreimal täglich über maximal eine Woche verwenden.3 Für schwangere Frauen sollte jetzt vor allem eine Befeuchtung der Nasenschleimhaut im Fokus stehen, beispielsweise mithilfe einer Dampfinhalation. So können die Viren abtransportiert werden.

Erkältungssymptom: Halsschmerzen

Leichte Halsschmerzen sind häufig Teil einer Erkältung. Grund dafür ist eine Entzündung der Rachenschleimhaut, die durch die Viren ausgelöst wird. Das Gewebe schwillt an, was wiederum Druck auf die Nervenenden ausübt. Nervenleitungsbahnen leiten den Vorgang an das Gehirn weiter. Letztendlich empfinden wir diese Entzündungsreaktion als „Halsschmerzen“.

Halsschmerzen sind auch häufig die Folge einer verstopften Nase. Denn wenn schwanger die Nase zu ist, atmen Betroffene vermehrt durch den Mund. Die Schleimhäute in Mund- und Rachenraum trocknen aus und sind anfälliger für Krankheitserreger. Diese wandern weiter in den Hals und lösen dort eine Entzündung aus. Am Anfang kann es ein Kratzen und Trockenheitsgefühl sein, das sich zu Schluckbeschwerden und Heiserkeit entwickelt. Nach rund einer Woche4 sollten die Halsschmerzen verschwunden sein. Ist das nicht der Fall, stellen Sie sich am besten bei Ihrem Arzt vor.

Heiserkeit:

Eine Reizung der Rachenschleimhaut kann sich auch auf den Stimmbandbereich des Kehlkopfs übertragen. Das ist besonders bei Menschen, die sehr viel sprechen (etwa Lehrer oder Radiomoderatoren) der Fall.

Erkältung mit Kopfschmerzen

Kopfschmerzen sind ein häufiges Begleitsymptom einer Erkältung. Grundsätzlich sollten Sie versuchen, während der Schwangerschaft größtenteils auf Medikamente zu verzichten. Wenn Ihre Kopfschmerzen jedoch zu stark sind, können Sie während der gesamten Schwangerschaft Paracetamol einnehmen. Eine Dosis von drei Gramm pro Tag sollte allerdings nicht überschritten werden. In den ersten beiden Trimestern sind auch Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure möglich.6 Im Zweifel können Sie Ihren Arzt oder einen Apotheker nach der richtigen Dosierung fragen, um Ihre Kopfschmerzen während der Erkältung zu lindern.

Weitere Erkältungssymptome: Frösteln, Müdigkeit, gelegentlich Fieber

Die Symptome einer Erkältung sind vielfältig. Während die eine Patientin Kopfschmerzen plagen, klagt die andere darüber, dass ihre Nase zu ist. Schwanger fühlt sich eine Erkältung noch anstrengender an. Womöglich tauchen hormonbedingt auch Symptome auf, die sonst nicht der Fall wären, wie etwa der Schwangerschaftsschnupfen.

Folgende Symptome sind während einer Erkältung außerdem möglich:

  • Müdigkeit
  • Gliederschmerzen
  • leicht erhöhte Temperatur
  • Husten
  • Frösteln

Besonders die Kombination dieser Symptome kann eine Schwangere aus der Bahn werfen. Deswegen ist es umso wichtiger, dass Sie erste Anzeichen ernst nehmen und sich Ruhe gönnen. Vermeiden Sie Stress und legen Sie einfach die Füße hoch.

Link-Tipp:

Versuchen Sie die Erkältung zunächst mit Hausmittel unter Kontrolle zu bringen. Wir haben geeignete Methoden für Sie zusammengestellt.

Unterscheidung: Symptome einer Grippe

Die Symptome einer Grippe (Influenza) ähneln denen eines grippalen Infekts. Sie sind allerdings stärker und treten plötzlich auf. Wenn sie zudem länger als vier bis sieben Tage7 dauern, sollten Sie zum Arzt gehen. Denn dann kann es sich um eine Grippe handeln.

Hohes Fieber kann ebenfalls ein Indikator für eine Influenza sein. Bei einer Erkältung dagegen ist die Temperatur meist nur etwas erhöht. Das bedeutet, wenn Sie mehr als 24 Stunden lang eine Temperatur von mindestens 39 Grad Celsius8 haben, handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Grippe. Meist tritt das Fieber auch gleich zu Beginn der Erkrankung auf. Ein Arztbesuch gibt Aufschluss darüber, ob Ihre Symptome die einer Erkältung oder Influenza sind und kann Ihnen eine passende Behandlung empfehlen.

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1Pharmazeutische Zeitung Online: Selbstmedikation oft erlaubt. URL: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=55025 (01.03.2018).
2Heppt,Werner/ Bachert,Claus: Praktische Allergologie. Stuttgart: Georg Thieme Verlag 2011. S.303.
3Pharmazeutische Zeitung online: Suchtgefahr durch Sympathomimetika. URL: https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=2902 (01.03.2018)
4PTAheute: Erkältungsviren als häufige Ursache. URL: https://www.ptaheute.de/fortbildung/e-learning/e-learning-schutz-und-linderung-bei-halsschmerzen/ursachen/ (01.03.2018).
5Pharmazeutische Zeitung Online: Selbstmedikation oft erlaubt. URL: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=55025 (01.03.2018).
6Deutsche Apotheker Zeitung: Sicher gegen Erkältung, Kopfschmerz und Magendrücken. URL: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2013/03/15/sicher-gegen-erkaeltung-kopfschmerz-und-magendruecken (01.03.2018).
7Comberg, Hans-Ulrich(Hg.)/Klimm Hans-Dieter (Hg.): Allgemeinmedizin. Intensivkurs zur Weiterbildung. Stuttgart: Georg Thieme Verlag 2004. S.322.
8Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie: Influenza. URL: https://www.embryotox.de/influenza0.html (01.03.2018).