Mit dem richtigen Sonnenschutz Sonnenbrand bei Kindern vermeiden

Am Strand Sandburgen bauen, mit Mama und Papa im Wasser planschen und unendlich viel Eis essen – eine Urlaubsreise macht Kindern wahnsinnig viel Spaß und sorgt für viele neue Eindrücke. Ein Strandurlaub kann aber auch Gefahren bergen: Wird zu lange im Sand gebuddelt, ist der Sonnenbrand bei Babys oder Kindern vorprogrammiert. Das muss aber nicht sein. Mit dem richtigen Sonnenschutz für Kinder können Sie in Zukunft einen Sonnenbrand vermeiden.

Mutter cremt Kind mit Sonnenmilch ein, um einen Sonnenbrand zu vermeiden

Sonnenschutz für Kinder: Passende Kleidung tragen

Das Tragen von Kleidung schützt Ihr Kind sehr effektiv vor Sonnenbrand. Je nachdem, wo Ihre Schützlinge spielen möchten, sollten Sie die Anziehsachen dementsprechend anpassen. Die Sonnenbekleidung sollte aus folgenden Teilen bestehen:

  • Bekleidung für Strand und Gebirge: Lange Hosen und Oberteile, die den Kinderkörper bedecken, helfen sehr effektiv gegen Sonnenbrand bei Kindern. Je dichter das Gewebe, desto größer ist der Schutz. Achten Sie allerdings darauf, dass die Kleidung locker und luftig ist, damit es Ihrem Schützling nicht zu warm wird. Es gibt auch spezielle UV-Kleidung, die ähnlich wie Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor angeboten wird. Oberteile und Hosen sind zwar an sich bereits eine gute Sonnenschutzmaßnahme, in Kombination mit Sonnencreme allerdings noch sicherer.
  • Kleidung im Wasser: Für Badespaß gibt es UV-Badebekleidung mit Ärmeln und Hosenbeinen. Sie schützt selbst im Wasser gegen die Sonneneinstrahlung und trocknet besonders schnell.
  • Kopfbedeckung: Der Kopf, das Gesicht und der Nacken sollten unbedingt vor der Sonne geschützt werden. Am besten sind Hüte mit einer breiten Krempe, da diese viel Schatten spenden. Tipp: Lassen Sie Ihr Kind den Hut selbst aussuchen. So wird er bestimmt gern getragen.
  • Sonnenbrille: Zusätzlich zur Kopfbedeckung bietet eine Sonnenbrille Schutz für empfindliche Kinderaugen. Zwar geht es hierbei nicht um die Prävention von Sonnenbrand an sich, die Augen dürfen dennoch nicht vernachlässigt werden. Eine Sonnenbrille mit UV-Schutz, die gut sitzt, ist ideal.
Vorsicht: Lassen Sie Ihr Kind niemals mit nasser Kleidung in der Sonne sitzen. 50 Prozent der UV-Strahlung gehen durch die nassen Klamotten durch.1

Kleidung ist allerdings kein Ersatz für Sonnencreme. Vielmehr sollten beide Maßnahmen als Sonnenschutz für Kinder vorgenommen werden.

Sonnenbrand mithilfe von Sonnencreme vermeiden

Die Kleinen einzucremen kann manchmal ein Abenteuer sein. Dennoch ist es unerlässlich und eine wichtige Sonnenschutz-Maßnahme für Kinder. Die Wahl des Lichtschutzfaktors ist dabei entscheidend. Verwenden Sie für Kinder Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30, im sommerlichen Strand- oder Bergurlaub ist sogar 50 empfehlenswert.

Gut zu wissen:
Ein Lichtschutzfaktor (LSF) gibt mit seiner Zahl an, wieviel länger man sich im Vergleich zu keinem Lichtschutzfaktor in der Sonne aufhalten kann, ohne dabei einen Sonnenbrand zu bekommen. Die Werte hängen von Hauttyp und UV-Index Ihres Aufenthaltsortes ab.

Je größer die UV-Strahlung, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor sein. Grundsätzlich steigt die Gefahr eines Sonnenbrands bei Babys, Kindern und auch Erwachsenen abhängig von der Jahreszeit und dem Aufenthaltsort. Besondere Vorsicht ist geboten

  • im Sommer,
  • im Strandurlaub,
  • in der Nähe von Gewässern,
  • in Gebirgen und
  • in Äquatornähe.

Hier ist die UV-Strahlung besonders hoch. Denken Sie aber auch an ausreichend Sonnenschutz für die Kinder in Hort und Schule. Bei Sonnenschutz für Babys gilt: Grundsätzlich sollten die Kleinen in den ersten zwölf Lebensmonaten keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.2 Ihre Haut ist noch zu empfindlich und ihr natürlicher Sonnenschutz noch nicht vollständig ausgebildet.

Darf ein Baby mit Sonnencreme eingecremt werden? Experten raten bei Sonnenschutz für Babys, auf Cremes und Lotions zu verzichten, da ihre Haut für die Inhaltsstoffe zu sensibel ist. Außerdem müssen Säuglinge die Regulierung ihrer Körpertemperatur noch lernen. Sonnencremes könnten das Schwitzen beeinträchtigen. Aber: Wenn es sich nicht vermeiden lässt, können Sie dennoch einen besonders hautfreundlichen Sonnenschutz für Babys ohne chemische Filter verwenden. Am besten lassen Sie Ihr Kleines ohnehin im schattigen Kinderwagen und klappen das Sonnendach herunter.

Mittagssonne vermeiden

Egal, ob am Strand oder in den Bergen: Ziehen Sie sich mittags lieber nach Drinnen zurück. Zwischen 11 und 15 Uhr sollten Sie und Ihre Kinder die direkte Sonneneinstrahlung meiden, denn jetzt ist die Gefahr von Sonnenbrand am größten. Genauer gesagt treffen 60 Prozent der täglichen UV-Strahlen in dieser Zeit ein.ii Wenn Sie mit Kindern in den Sommerurlaub an einen warmen Ort fahren, legen Sie größere Unternehmungen lieber auf den Morgen oder den späten Nachmittag.
Wenn Sie die Mittagspause dennoch am Strand verbringen, dann sollten Sie sich ein schattiges Plätzchen zum Verweilen suchen, um Sonnenbrand zu vermeiden. Doch Vorsicht: Ein Sonnenschirm reicht als Sonnenschutz für die Kinder dabei meist nicht aus, da sowohl der Sandstrand als auch das Wasser das Licht der Mittagssonne reflektieren. Ähnliches gilt für den Aufenthalt in den Bergen. Hier ist das Sonnenbrand-Risiko ebenfalls sehr groß, da die UV-Strahlung mit steigender Höhe enorm zunimmt. Im Übrigen ist ein bewölkter Himmel kein Ersatz für Schatten. Die UV-Strahlung gelangt durch die Wolken, weshalb die Vorsichtsmaßnahmen auch an einem wolkigen Tag gelten sollten.

Tipp: Um zu verhindern, dass Ihr Kind mittags in der prallen Sonne spielen möchte und sich dadurch einen Sonnenbrand zuzieht, suchen Sie sich für diese Zeit im Vornhinein einen für Ihren Kleinen attraktiven Schattenplatz. Ein überdachter Spielplatz oder ein Freizeitbad mit Innenbereich ersparen Ihnen mögliche Quengeleien.

Im Schatten bleiben

Auch wenn es häufig nicht einfach ist: Bleiben Sie mit Ihrem Kind im Idealfall dauerhaft im Schatten, um Sonnenbrand zu vermeiden – selbst außerhalb der Mittagszeit. Je nachdem, wo Sie mit Ihrer Familie gerade sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um etwas Schatten zu ergattern:

  • Am Strand oder im Freibad: Schattenspender, unter denen sich Ihre Kleinen aufhalten können, wenn sie gerade nicht im Wasser planschen, sind Sonnenschirme, Strandmuscheln oder große Bäume.
  • Im Gebirge: Wählen Sie Ihren Wanderweg durch den Wald statt offenes Gelände. Die Bäume bieten etwas Sonnenschutz.
  • In der Stadt: Vermeiden Sie große und asphaltierte Plätze und Straßen, denn der Asphalt reflektiert die Strahlung. Besser: Schlendern Sie durch kleine Gässchen oder Einkaufsstraßen. Die Häuser spenden reichlich Schatten.

Verlassen Sie sich aber nicht nur auf eine dieser Maßnahmen. Der Idealfall von Sonnenschutz für Kinder sieht folgendermaßen aus: eincremen, mit langer oder UV-Kleidung ausstatten und im Schatten bleiben. Damit verhindern Sie, dass die Haut Ihrer Schützlinge schon in jungen Jahren nachhaltig geschädigt wird.

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1Pharmazeutische Zeitung Online: Verbrennungen ersten Grades richtig behandeln. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=3386 (23.02.2018)
2Deutsche Krebshilfe: Clever in Sonne und Schatten. https://www.krebshilfe.de/fileadmin/Downloads/PDFs/Praeventionsfaltblaetter_Frueherkennung/442_0056_Clever_in_Sonne_u._Schatten_final.pdf (23.02.2018)