Hausmittel bei Bauchschmerzen in der Schwangerschaft: Welche sind geeignet?

Bauchschmerzen in der Schwangerschaft können zahlreiche Ursachen haben. Schließlich leistet der weibliche Körper jetzt Höchstarbeit: Die Gebärmutter wächst, die Mutterbänder dehnen sich, die Organe werden aus Platzmangel zusammengeschoben. Hinzu kommt die Hormonumstellung, die zu einer trägeren Verdauung mit Völlegefühl, Blähungen und Verstopfung führen kann. Die meisten Beschwerden sind harmloser Natur. Mit gängigen Hausmitteln wie Tees oder einer lauwarmen Wärmflasche lassen sich Bauchschmerzen in der Schwangerschaft daher meist in den Griff bekommen.

Veränderung der Essgewohnheiten kann Bauchschmerzen in der Schwangerschaft lindern

Schwangere Frau trinkt Tee, da dieser als Hausmittel bei Bauchschmerzen helfen soll.

Gegen Ende der Schwangerschaft fällt es nicht schwer, auf volle Teller zu verzichten, da das Baby bereits viel Raum im Bauch einnimmt. Zu Beginn allerdings ist der Appetit oft groß und es kommt teilweise sogar zu Heißhungerattacken. Doch auch dann ist es sinnvoll, nur leicht verdauliche, nicht blähende Lebensmittel zu sich zu nehmen und daran zu denken, dass kleine Mahlzeiten den schwangeren Körper weniger belasten.

Aus aller Welt: Es gibt Schwangere, die einen Appetit auf Ungenießbares wie Lehm oder Erde entwickeln. Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang von der Appetitstörung „Pica“, die vor allem in afrikanischen Ländern auftritt und in engem Zusammenhang mit Nährstoffmangel steht. Um einer Mangelernährung vorzubeugen, essen manche afrikanische Schwangere daher Steine, die man in ihrer Heimat nur für diesen Zweck auf dem Markt kaufen kann. Diese Steine allerdings liegen den Frauen dann ziemlich schwer im Magen und verursachen Blähungen.

Blähungen, Verstopfung und Völlegefühl in Kombination mit Bauchweh – das gehört zu den Begleiterscheinungen einer Schwangerschaft, gegen die Hausmittel helfen können. Gerade im ersten und im letzten Drittel haben viele Schwangere mit unangenehmen Darmwinden und den damit zusammenhängenden Bauchschmerzen zu kämpfen. Die Inhaltsstoffe von Fenchel, Anis, Ingwer oder Kümmel, die den Magen-Darm-Trakt entspannen, können Abhilfe schaffen. Als Tee oder auch als Gewürz im Essen beruhigen sie den Bauch und regulieren auf sanfte Weise die Verdauung.

Ist ein übersäuerter Magen der Grund, dann äußert sich das neben Bauchschmerzen auch durch Sodbrennen. Die überschüssige Magensäure reizt die Schleimhaut der Speiseröhre und führt zu einem unangenehmen Druckgefühl, das sich auch als Magendruck bemerkbar machen kann. Eine Scheibe trockenes Weißbrot, der Saft von Karotten oder ein paar gut zerkaute Nüsse oder Haferflocken gelten als altes Hausmittel, um die Säure zu binden. Auch die Inhaltsstoffe von naturbelassenem Honig wirken beruhigend auf den Magen.

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Bestes Hausmittel bei Bauchschmerzen in der Schwangerschaft: Wärme

Wärme ist eines der besten Hausmittel bei Bauchschmerzen in der Schwangerschaft und kann sowohl von innen als auch von außen guttun. Sie wirkt in jedem Fall entspannend und beruhigend.

Wärme von innen

Je nachdem, welche Ursachen die Bauchschmerzen haben, ist es möglich, mit verschiedenen Teesorten, bevorzugt aus kontrolliert biologischem Anbau, gegenzuarbeiten. Ein entsprechendes Heißgetränk kann entweder gegen die Übelkeit helfen, die Muskulatur entkrampfen oder die Verdauung fördern. Viele Hebammen und auch manche Apotheken bieten spezielle Teemischungen an, die ganz auf die jeweiligen Bedürfnisse schwangerer Frauen abgestimmt sind und die als Hausmittel gut gegen die gängigen Bauchschmerzen in der Schwangerschaft eingesetzt werden können.

Auch manche reinen Gewürze heizen dem Körper ein bisschen ein. Vor allem Chili und Pfeffer erzielen eine leichte Wärmewirkung und regen die Verdauung an. Es gibt allerdings Kräuter und Gewürze, vor deren Verzehr Schwangere immer wieder gewarnt werden: Kreuzkümmel, Zimt, Bockshornklee und Beifuß zum Beispiel gelten als wehenfördernd.

Es kommt auf die Menge an: Die Inhaltsstoffe mancher Pflanzen wirken sich tatsächlich auf die Gebärmutter und den Muttermund aus. Die Befürchtung liegt also nahe, dass sie eine Frühgeburt auslösen könnten. Theoretisch müsste demnach in der Schwangerschaft sogar Petersilie vom Speiseplan gestrichen werden. Verwendet man die Kräuter und Gewürze so wie immer und gibt lediglich kleine Mengen in das Essen, dann stellt das keine Gefahr fürs Baby dar.

Den besten Ansprechpartner bei Fragen rund um die Verwendung von Gewürzen auch als Heilmittel finden Schwangere in einer erfahrenen Hebamme.

Wärme von außen

Wärme von außen kann ebenfalls den Magen und den Bereich rund um die Gebärmutter entspannen. Eine Wärmflasche schafft vielen Bauchwehbeschwerden in der Schwangerschaft Abhilfe. Doch Vorsicht: Sie sollte nicht zu heiß sein.

Zu viel Wärme ist nicht gut fürs Baby: Das Wasser einer Wärmflasche sollte nicht wärmer als 40 Grad sein. Auch auf heiße Bäder sollte die Schwangere nicht nur ihrem Kreislauf zuliebe besser verzichten. Denn das heranwachsende Kind kann noch keinen Einfluss auf seine Körpertemperatur nehmen. In der Frühschwangerschaft ist die Gebärmutter mit dem Embryo noch bis zu einem gewissen Grad gegen Einflüsse von außen geschützt, doch je näher der Geburtstermin rückt, desto unmittelbarer geht die Wärme von außen auf das Kind über.

Beachtet man bei der Verwendung einer Wärmflasche gegen Bauchschmerzen in der Schwangerschaft ein paar einfache Regeln, dann ist gegen dieses alte Hausmittel nichts einzuwenden:

  • Gummiflaschen nie direkt auf die Haut legen. Am besten zusätzlich zu einer Schutzhülle die Wärmflasche noch in ein weiteres Tuch wickeln.
  • Niemals kochendes Wasser für eine Wärmflasche verwenden. Zum einen ist es zu heiß, vor allem in der Schwangerschaft, zum anderen kann die Wärmflasche platzen und es kann dadurch zu gravierenden Hautverbrennungen und Problemen für das Baby kommen.
  • Bei Beschwerden wie schwangerschaftsbedingten Rückenschmerzen, die bis in den Bauch strahlen, kann es bereits genügen, eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen eine Wärmflasche ins Bett zu legen.

Schwangere, die ganz sicher gehen wollen und bei einer Gummiwärmflasche ein schlechtes Gefühl haben, können auf ein Kirschkern- oder Getreidekissen ausweichen. Die Anschaffung lohnt sich auf jeden Fall, da diese Kissen auch später fürs Baby die besten Wärmflaschen sind. Kirschkern- und Getreidekissen kann man sowohl im Backofen als auch in der Mikrowelle erwärmen und sie werden von Natur aus nicht so heiß. Der Nachteil: Sie kühlen auch entsprechend schneller ab. Abzuraten ist von Heizkissen. Ihre Temperaturverläufe sind nur schwer kontrollierbar und manche Heizkissen heizen sich immer wieder über 40 Grad auf.

Was tun, wenn Hausmittel bei Bauchschmerzen in der Schwangerschaft nicht helfen?

Es ist naheliegend, dass eine Frau sich Gedanken macht, wenn es während der Schwangerschaft zu Bauchschmerzen kommt. Denn diese können ein Anzeichen dafür sein, dass das Baby in Gefahr ist. Helfen bewährte Hausmittel in Kombination mit Ruhe nicht und beruhigt sich der Bauch auch nach einer sanften Massage mit einem Babyöl nicht, dann kann es ratsam sein, die Hebamme oder einen Arzt zu kontaktieren. Sie werden schnell feststellen, ob es einen Grund zur Sorge gibt.

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