Dreimonatskoliken: Ursachen und Symptome

Dreimonatskoliken sind ein weit verbreitetes Phänomen bei Babys, das sich durch häufige Schreiattacken, einen harten Bauch und angezogene Beinchen zeigen kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Kind mit der Flasche gefüttert oder die Brust gegeben wird. Die genauen Kolik-Ursachen, die sich vornehmlich auf die ersten drei Monate beschränken, sind noch weitgehend unklar. Dennoch werden verschiedene Ursachen für Dreimonatskoliken in Betracht gezogen. Welche sind das?

Mutter frägt sich was die Ursachen der Dreimonatskoliken ihres Babys sind

Dreimonatskoliken: Woran sind Sie zu erkennen?

Das Baby ist frisch gewickelt, satt und ausgeschlafen – doch es schreit. Das kommt immer mal wieder vor und sollte für Eltern kein Anlass zur Beunruhigung sein. Wenn das allerdings zum Dauerzustand wird und das Kind häufig ohne ersichtlichen Grund, vor allem in den Abendstunden, unaufhaltsam weint, können Dreimonatskoliken dahinterstecken. In diesem Fall sollte ein Kinderarzt zu Rate gezogen werden, der den Verdacht bestätigen oder andere Ursachen für die Schreiattacken finden kann. Folgende Symptome sind bei Dreimonatskoliken typisch:

  • Das Baby schreit nach dem Füttern,
  • sein Bauch fühlt sich hart und prall an,
  • die Beinchen sind zum Körper gezogen,
  • es wirft sein Köpfchen in den Nacken und
  • Listenpunkt
  • möglicherweise ist ein Rumoren im Bauch zu hören.

Was auch immer hinter den Beschwerden steckt, Eltern sollten sich keine Sorgen machen und die Schuld bei sich suchen. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die Sie ausprobieren können, um die Symptome Ihres Kindes zu lindern.

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Mögliche Ursachen der Dreimonatskoliken

Verschiedene Ursachen werden für die Dreimonatskoliken verantwortlich gemacht. Dabei scheint es nicht nur ein einzelner Auslöser zu sein, sondern vielmehr ein Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren, ob ein Kind mit den Beschwerden zu tun hat oder nicht. Als Kolik-Ursachen kommen in Betracht:

  • übermäßiges Luftschlucken beim Trinken
  • unreifes Verdauungssystem
  • überempfindlicher Darm
  • Störungen der Mikrobiota (Darmflora)
  • mögliche Reizüberflutung

Experten sind sich nicht nur über die Ursachen der Dreimonatskoliken uneins, sondern auch, ob diese tatsächlich, wie es die Bezeichnung „Koliken“ (krampfartige Anfälle von Schmerzen) vermuten lässt, zu Bauchkrämpfen führt. So gibt es Erklärungen für und gegen die Annahme, dass das Baby wegen Schmerzen schreit. Ein harter Bauch lässt sich beispielsweise nicht nur durch Bauchschmerzen erklären, sondern auch einer angespannten Bauchmuskulatur, die zum Schreien benötigt wird, zuschreiben.

Oftmals leiden die Babys zusätzlich an Blähungen, die sich unter anderem durch den Abgang von Darmgasen bemerkbar machen. Meist lässt das Schreien des betroffenen Babys dann etwas nach. Diese Beobachtung führte zu dem Umkehrschluss, Babys mit Dreimonatskoliken würden mehr Darmgase bilden als nicht betroffene. Allerdings ist dieser Zusammenhang in Untersuchungen nicht bestätigt worden. Röntgenaufnahmen konnten nachweisen: Schreibabys haben nicht mehr Darmgase als ihre ruhigeren Altersgenossen .

Schreibabys: Alles eine Frage der Sensibilität?

Eine weitere Theorie, welche Ursachen dafür verantwortlich sein können, warum Babys in den ersten Lebensmonaten unter Dreimonatskoliken leiden, ist ein empfindliches Verdauungssystem. Wahrscheinlich reagiert es zu sensibel auf Reize oder kann diese nur unzureichend verarbeiten. Der Darm besitzt viele Nerven, die im regen Austausch mit dem Gehirn stehen und unter anderem die komplexen Verdauungsvorgänge steuern. Kommt es zu einer Störung des Informationsflusses, beispielsweise durch Stress, kann das empfindlichen Naturen auf den Magen schlagen – selbst normale Verdauungsvorgänge verursachen dann Schmerzen. Zu dieser Annahme passt, dass die Koliken vor allem am Abend auftreten, wenn der Säugling eher müde ist und die Erlebnisse des Tages verarbeiten muss. Zutreffend ist auch, dass die Dreimonatskoliken wieder von selbst mit zunehmendem Alter verschwinden. Denn mit der fortschreitenden Entwicklung des Nervensystems können Babys die aufgenommenen Reize immer besser verarbeiten.

Unverträglichkeiten als Ursache für Bauchweh ausschließen

Nicht immer sind das Schreien und Winden des Kindes insbesondere nach den Mahlzeiten auf die Dreimonatskoliken zurückzuführen. Deshalb ist es für Eltern so wichtig, andere Ursachen abklären zu lassen. Möglicherweise liegt eine Kuhmilchallergie oder eine Milchzuckerunverträglichkeit (auch Laktoseintoleranz) vor, die ganz ähnliche Beschwerden hervorruft.

Was ist der Unterschied zwischen Allergie und Unverträglichkeit?

Eine Milchallergie ist von der Laktoseintoleranz abzugrenzen. Erstere führt beim Trinken von Milch (auch Säuglingsmilchnahrung) zu einer allergischen Reaktion auf die in der Milch enthaltenen Eiweißkomponenten. Das Immunsystem des Körpers bildet gegen das Eiweiß Abwehrstoffe (Antikörper) und bekämpft den ansonst harmlosen Inhaltsstoff. Bei Babys sind Allergien auf Nahrungsmittel kein Einzelfall, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist.

Bei der Laktoseintoleranz ist das Immunsystem dagegen nicht beteiligt, es bildet also auch keine Antikörper. Hierbei führt der Milchzucker (Laktose) zu Verdauungsproblemen, da er nicht in kleinere Bestandteile aufgespalten und verwertet werden kann. Eine Intoleranz ist bei Babys allerdings selten, sie entwickelt sich meist erst später und kommt häufiger bei älteren Kindern und Erwachsenen vor.

Nicht immer ist es eine Kolik: KiSS-Syndrom als weitere Ursache für unaufhörliches Weinen

Eine weitere These, vor allem von Alternativmedizinern ist, dass das KiSS-Syndrom neben einer Reihe von Entwicklungsstörungen zu anhaltendem Schreien bei Babys führt. Ob ein Zusammenhang zwischen dem KiSS-Syndrom als mögliche Kolik-Ursache besteht, ist ebenfalls umstritten. Hinter der Abkürzung KiSS verbirgt sich die Kopfgelenk-induzierte Symmetriestörung. Diese wird unter anderem verantwortlich gemacht für Verhaltensauffälligkeiten und Störungen der Körperhaltung bei Säuglingen und Kleinkindern. Man geht davon aus, dass das Syndrom zu Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule führt und durch eine Verschiebung der Wirbelgelenke während der Geburt entsteht. Einige Alternativmediziner diagnostizieren KiSS und versuchen die Blockaden und Verhärtungen durch verschiedene Therapien (zum Beispiel mit Osteopathie, Chiropraktik, Atlastherapie) zu lösen. Auch wenn viele Betroffene damit gute Erfahrungen gemacht haben, steht der wissenschaftliche Beweis für deren Wirksamkeit noch aus.

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