So helfen Babymassagen gegen Blähungen

5. Juni 2018
6 Min.

Massagen werden nicht nur von erwachsenen Menschen als angenehm empfunden – auch auf Säuglinge und Kinder haben sie eine positive Wirkung. Berührung, sanfter Druck und Nähe fördern das Wohlbefinden und können einen heilsamen Einfluss auf den Organismus haben. Besonders bei Bauchschmerzen und Blähungen hat sich die Babymassage als äußerst wirkungsvoll erwiesen.

Baby bekommt eine Bauchmassage gegen Blähungen

Babymassagen bei Blähungen: Warum eigentlich?

Blähungen entstehen beim Säugling in den meisten Fällen durch das Schlucken von Luft beim Schreien oder Trinken. Aber auch eine vermehrte Produktion von Gasen im Darm durch Verdauungsprobleme ist oft Ursache für die schmerzhaften Luftansammlungen. Großes Unwohlsein, Quengeln und Schreien sind die Folgen. Neben einigen Hausmitteln und Medikamenten können auch Babymassagen gegen Blähungen äußerst hilfreich sein. Durch gezielte Berührungen und das Ausüben von leichtem Druck an den richtigen Stellen entweicht die Luft besser aus dem Magen-Darm-Trakt und bringt schmerzfreie Erleichterung für das Kind.

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Generell helfen Babymassagen nicht nur bei Blähungen. Sie fördern das Körperbewusstsein des Kindes und wirken entspannend und beruhigend. Zudem haben sie einen positiven Einfluss auf die emotionale Bindung – zärtliche Berührungen vermitteln Ihrem Baby Schutz, Sicherheit und Wohlbefinden.

Die Grundregeln der Babymassagen gegen Blähungen

Für Babymassagen gegen Blähungen aber auch für alle anderen Massagen bei Kindern gibt es eine Vielzahl nützlicher Tipps. Unter anderem folgende:

  • Nehmen Sie sich genügend Zeit. Unter Termindruck kann keine Entspannung vermittelt werden.
  • Da Babys vor allem bei Bauchmassagen in der Regel nackt sind, sollte der Raum gut beheizt sein.
  • Großer Hunger oder Erschöpfung führen zu Unbehagen. Damit Ihr Baby die Massage genießen kann, sollten Sie den richtigen Zeitpunkt wählen, beispielsweise eine Stunde vor dem Schlafengehen.
  • Die Dauer der Massageeinheit hängt ganz von Ihnen und Ihrem Kind ab. Beenden sollten Sie sie vor allem dann, wenn Sie selbst beginnen, die Lust zu verlieren oder Ihr Baby Ihnen signalisiert, dass es genug von der Bauchmassage hat – beispielsweise durch unruhiges Zappeln oder Quengeln. In der Regel sind 20 Minuten ein guter Zeitrahmen.
  • Egal, ob bei Bauchmassagen gegen Blähungen oder jeglichen anderen Massageformen: Wärmen Sie vor Beginn unbedingt Ihre Hände an. Kalte Finger können unangenehm sein und zu Verspannungen führen.1
  • Legen Sie Schmuck wie Ringe oder Armreifen ab, um Ihr Kind mit dem kalten Metall nicht zu erschrecken.

Für ein angenehmes Massageerlebnis sollte ein qualitativ hochwertiges und natürliches Öl genutzt werden. Besonders geeignet sind hierbei Produkte auf der Grundlage von kaltgepressten Pflanzenölen. Bei Bauchmassagen gegen Blähungen haben sich vor allem ätherische Öle von Kümmel und Fenchel als wohltuend erwiesen.

Baby-Bauchmassage: So geht’s!

Nachdem die Vorbereitungsmaßnahmen getroffen wurden, können Sie mit der Bauchmassage gegen Blähungen starten. Gießen Sie hierzu einige Tropfen des Öls in den Nabel Ihres Kindes und verteilen es. Legen Sie dann Ihre warme Hand etwa eine Minute lang auf seinen Bauch – die Wärme hat eine entspannende Wirkung. Anschließend erfolgt die Baby-Bauchmassage in drei Schritten:

  1. Schritt: Beginnen Sie auf der rechten Seite des Bauches mit der Hand-über-Hand Technik. Hierbei streichen beide Hände abwechselnd immer wieder vom seitlichen Rippenbogen bis unterhalb des Bauchnabels. Nach zwei bis drei Minuten wird der Vorgang auf der linken Seite durchgeführt.

  2. Schritt: Gerade wenn die Babymassage gegen Blähungen helfen soll, kann leichtes Kneten hilfreich sein, um die angesammelte Luft zu mobilisieren. Die gewölbte Hand wird dabei horizontal über den Bauchnabel des Kindes gelegt. Dann erfolgt ein leichtes Drücken mit den Fingern von Seite zu Seite. Achten Sie darauf, nicht zu viel Druck nach unten auszuüben, um zu vermeiden, dass das Baby seinen Bauch anspannt. Massieren Sie so lange, bis sich der Bauch geschmeidig und weich anfühlt.

  3. Schritt: Streicheln Sie sanft und leicht mit der gewölbten Hand im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel Ihres Kindes. Nach vier bis fünf Wiederholungen ist die Baby-Bauchmassage abgeschlossen.2

Über die ganze Prozedur hinweg sollten Sie Ihrem Kind gegenüber sehr achtsam sein. Bei Anzeichen für Unwohlsein oder noch stärkeren Blähungen hilft es, die Babymassage kurzzeitig zu unterbrechen, bis Ihr Nachwuchs sich wieder ein wenig entspannt hat. Kuscheln mit Mama oder Papa wirkt hier wahre Wunder.

Falls Sie den Eindruck haben, Ihrem Kind könnte zu kalt sein, setzen Sie die Massage in einem wärmeren Raum oder unter einer Infrarotlampe fort.

Wichtig: Der Bauch Ihres Säuglings sollte erst dann massiert werden, wenn der Nabel vollständig abgeheilt ist. Ihr Kinderarzt oder Ihre Hebamme helfen Ihnen bei der Beurteilung und geben Auskunft zum richtigen Zeitpunkt.
Jana Welsner
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Medizinredakteurin und Lebensmitteltechnologin
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