Die Symptome einer Erkältung: Darauf sollten Sie bei Ihrem Baby achten

In den ersten Wochen daheim mit dem Nachwuchs spielt sich langsam eine Routine ein: Essen und Schlafen geht immer leichter von der Hand – bis das Baby dann die erste Erkältung erwischt. Es trinkt schlechter, wird quengeliger und hält die Eltern auf Trab. Wir haben alle möglichen Symptome einer Erkältung bei Babys für sie zusammengestellt und listen auf, wann ein Arztbesuch angeraten ist.

erkältetes Baby im Bett mit Kuscheltieren

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Verlauf
Komplikationen
Zum Arzt

Husten, Schnupfen & Co.: Erkältungssymptome bei Babys im Überblick

Acht bis zehn Mal im Jahr sind Kindergartenkinder durchschnittlich erkältet.1 Babys sind durch die Abwehrstoffe aus dem mütterlichen Organismus zwar ein wenig besser gegen die Erkältungsviren geschützt, fangen sich aber dennoch leicht einen grippalen Infekt ein, wie Erkältungen auch genannt werden. Typische Symptome einer Erkältung bei Babys und Kindern sind:

  • Schnupfen (Fließ- und/oder Stockschnupfen, also eine laufende oder verstopfte Nase)
  • Niesen
  • Halsschmerzen und Heiserkeit
  • Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • leichte Gliederschmerzen
  • erhöhte Temperatur (bei Babys unter drei Monaten sollten Sie ab einer Körpertemperatur von 38 Grad Celsius einen Arzt aufsuchen, bei älteren Kindern ab Fieber über 39 Grad Celsius)2
  • Husten

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Generell sind all diese Erkältungssymptome bei Babys ein Zeichen dafür, dass der Körper gegen die verursachenden Viren ankämpft. Auch eine erhöhte Körpertemperatur, die viele Eltern als besorgniserregend wahrnehmen, ist im Grunde ein positives Signal des Körpers und zeigt, dass das Immunsystem auf Hochtouren arbeitet. Dies gilt jedoch nicht für sehr hohes Fieber oder Fieber, dass über mehrere Tage anhält – dies kann gefährlich sein.

Harmlose Erkältung oder doch die Grippe?
Sowohl Erkältungs- als auch Grippeviren befallen die Atemwege und lösen daher ähnliche Symptome aus. Das Grippevirus ist jedoch aggressiver und verursacht daher heftigere Beschwerden. Anhaltspunkte für die Grippe können sein: Schnupfen entfällt, stattdessen hat das Baby plötzlich hohes Fieber (oft 39 Grad Celsius und mehr), welches über mehrere Tage anhält. Nicht selten kommen starke Gliederschmerzen, manchmal auch Durchfall hinzu.3

Auf die Halsschmerzen folgt bei Babys der Schnupfen

Typischerweise folgen die Symptome einer Erkältung bei Babys und Kindern einem klassischen Verlauf. Meist merken Kinder in den ersten ein bis zwei Tagen noch gar nichts von der Infektion. Danach stellen sich die Beschwerden allmählich ein:

  • Phase 1: Die Krankheitserreger befallen zunächst die Schleimhäute von Mund und Nase, weshalb Halsschmerzen bei Babys – wie bei Erwachsenen – meist zu den ersten Anzeichen gehören.
  • Phase 2: Während die Kleinen das unangenehme Kratzen im Hals bemerken, nisten sich die Viren auch in der Nasenschleimhaut ein und verursachen einen Schnupfen, der mehrere Tage anhalten kann. Wenn ein Baby Schnupfen hat, bekommt es schlecht Luft und hat daher auch Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme. Nachts wacht es häufiger auf und weint daher vielleicht öfter als sonst.
  • Parallel zum Schnupfen entwickeln manche Kinder Gliederschmerzen und wirken allgemein matt und abgeschlagen. Die Körpertemperatur kann – muss aber nicht – ansteigen. In der Regel sollte eine erhöhte Körpertemperatur nach ein bis drei Tagen überstanden sein.4
  • Phase 3: Der Husten schlägt meist als letzte Phase der Erkältung zu und ist zunächst trocken. Im Verlauf der Erkältung wandelt er sich und wird produktiv, das heißt, er lockert sich und das Kind kann Sekret abhusten.

Wie lange das Kind erkältet ist, hängt von vielen Faktoren, beispielsweise Vorerkrankungen, ab. In der Regel sind die Symptome einer Erkältung bei Babys nach einigen Tagen überstanden. Über 50 Prozent der Babys haben länger als vier Tage mit dem grippalen Infekt zu kämpfen, 20 Prozent sogar länger als sieben Tage.5 Eine umsichtige, begleitende Behandlung kann Symptome wie Schnupfen oder Halsschmerzen bei Babys und Kindern lindern.

Mögliche Komplikationen einer Erkältung

In den meisten Fällen trinken und schlafen die Kleinen nach einigen Tagen wie gewohnt und haben den grippalen Infekt überstanden. Manchmal jedoch sind die Schleimhäute durch die Erkältungsviren so geschwächt, dass sich zusätzlich Bakterien ansiedeln. Mediziner sprechen dann von einer bakteriellen Superinfektion.

Die eindringenden Bakterien können unterschiedlichster Art sein und verschiedene Erkrankungen auslösen, beispielsweise

  • eine Bronchitis,
  • eine Mittelohrentzündung,
  • eine Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) oder
  • eine Lungenentzündung.

Dies erkennen Eltern daran, dass sich die Symptome der Erkältung bei den Babys nicht bessern, sondern stärker werden. Eine Lungenentzündung äußert sich beispielsweise durch Atembeschwerden, Schmerzen in der Brust und anhaltenden Husten. Konsultieren Sie beim Verdacht auf eine Zusatzinfektion am besten so schnell wie möglich Ihren Kinderarzt.

Bei welchen Symptomen einer Erkältung mit dem Baby zum Arzt?

Nicht bei jeder Erkältung müssen Sie mit Ihrem Nachwuchs zum Arzt gehen. Die auslösende Virusinfektion kann sowieso nicht ursächlich behandelt werden. Linderung der Symptome verschaffen beispielsweise Hausmittel wie warme Getränke (Tee mit Honig) für Kinder ab einem Jahr. In einigen Fällen kann es dennoch sinnvoll sein, einen Mediziner zu Rate zu ziehen:6

  • wenn es Ihrem Kind sehr schlecht geht, sein Allgemeinbefinden deutlich getrübt ist.
  • wenn Fieber wiederholt oder schubweise auftritt.
  • wenn das Kind Hautausschlag bekommt.
  • wenn die Symptome nach zwei Wochen noch nicht überstanden sind.
  • wenn Anzeichen für Komplikationen, beispielsweise Atembeschwerden hinzukommen.

Bei Babys sollten Sie noch vorsichtiger sein. Nehmen Sie die Beschwerden ernst und gehen zum Arzt, wenn

  • die Körpertemperatur bei Babys unter drei Monaten 38 Grad Celsius übersteigt.
  • wenn das Fieber länger als einen Tag anhält.
  • wenn das Baby eine ungewöhnliche Hautfarbe hat..
  • wenn das Baby zu zwei Mahlzeiten nicht trinkt.

Nehmen Sie allerdings bitte davon Abstand, den Arzt nach Antibiotika gegen den grippalen Infekt zu fragen. Diese Mittel wirken ausschließlich gegen Bakterien und sind daher nur dann sinnvoll, wenn sich infolge der Erkältung eine bakterielle Zusatzinfektion entwickelt hat.

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1PTA-Forum online: Erkältungen bei Kindern: Harte Zeiten für besorgte Eltern. URL: https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=11269 (24.01.18).
2Ebd., (24.01.18)
3 Menche, Nicole / Renz-Polster, Herbert / Schäffler, Arne: Gesundheit für Kinder. Kinderkrankheiten verhüten, erkennen, behandeln. Kempten: Kösel 2013. S. 266.
4 PTA-Forum online: Erkältungen bei Kindern: Harte Zeiten für besorgte Eltern. URL: https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=11269 (24.01.18).
5 Menche, Nicole / Renz-Polster, Herbert / Schäffler, Arne: Gesundheit für Kinder. Kinderkrankheiten verhüten, erkennen, behandeln. Kempten: Kösel 2013. S. 261.
6 PTA-Forum online: Erkältungen bei Kindern: Harte Zeiten für besorgte Eltern. URL: https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=11269 (24.01.18).