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Die ersten Schwangerschaftswochen: Die Sensation passiert ganz unbemerkt

 

Monat für Monat reift eine Eizelle heran. Wird sie befruchtet, beginnt ein rasanter Entwicklungsprozess – ohne dass irgendjemand irgendetwas davon weiß oder spürt. Nach fünf Tagen sind schon 100 Zellen entstanden. Diese kugelige Zellansammlung, nicht größer als ein Mohnsamen – und doch mit allen Informationen für einen fertigen Menschen ausgestattet – nistet sich etwa eine Woche nach der Befruchtung in die Gebärmutterschleimhaut ein. Jetzt entwickelt sich der Embryo: Zahlreiche Zellschichten entstehen, aus denen sich später das Nervensystem, das Knochengerüst, die Muskeln und die verschiedenen Organe bilden. Der Anschluss an den mütterlichen Blutkreislauf erfolgt, die schützende Fruchtblase entsteht.

Und das ist meist auch der Zeitpunkt, an dem die Vermutung immer mehr zur Gewissheit wird: Ein Baby ist unterwegs! Morgendliche Übelkeit, Stimmungswechsel von heiter bis betrübt, Müdigkeit und Spannungsgefühle in der Brust aufgrund der Hormonumstellung sind deutliche erste Hinweise. Etwa 14 Tage nach der Befruchtung bleibt die erwartete Regelblutung aus. Eindeutig Ja oder Nein sagt nun ein Schwangerschaftstest: Diese Tests sind heutzutage so genau, dass sie eine Schwangerschaft schon am ersten Tag nach dem Ausbleiben der Menstruation mit 99-prozentiger Sicherheit nachweisen können.

  • In der 5. Woche beginnt das Herz des Babys zu schlagen – wenn auch noch nicht so ganz im Takt. Der Rhythmus wird von Woche zu Woche regelmäßiger und bei der ersten Ultraschalluntersuchung um die 11. Woche herum kann man die Herztöne meist schon gut hören. Das kleine Herz schlägt dann 120- bis 140-mal pro Minute!
  • Um die 6. Woche herum schließt sich das Neuralrohr, aus dem später die Wirbelsäule entsteht, und der Aufbau des Gehirns beginnt.
  • Ab der 7. Woche sind die Augen und die Nase zu erkennen und der Embryo reagiert auf Reize von außen.
  • Arme und Beine, Finger und Zehen werden in der 8. Woche sichtbar. An den winzigen Fingerknospen bilden sich bereits Tastkörper.
  • In Woche 9 ist es Zeit für einen neuen Namen: Der Embryo heißt ab jetzt Fötus, misst vom Scheitel bis zum Steißbein rund 2 cm und nimmt mehr und mehr menschliche Züge an. Auch kann er sich bereits bewegen – allerdings spürt man das noch nicht, weil er so winzig und so leicht wie eine Feder ist.
  • Nach der 10. Woche sind tief am Kopf die Ohren erkennbar. Der Fötus reagiert nun schon auf Geräusche aus der ihm verborgenen Außenwelt und Mamas Stimme kann er natürlich auch wahrnehmen. Kleine Zahnknospen, aus denen viel später die Milchzähne sprießen werden, werden angelegt.
  • Mit elf Wochen ist das Kleine bereits 5 cm groß und wiegt etwa so viel wie ein Brief: 20 Gramm. Der Kopf misst fast die Hälfte davon – ein Zeichen für die unglaublich schnelle Gehirnentwicklung!

 
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